Willkommen
"Es gibt keine unheilbaren Krankheiten, sondern nur unheilbare Patienten".
Bernie Siegel
Dieser Satz des international bekannten Krebstherapeuten Bernie Siegel gilt als Leitsatz für Dr. Peter Wolf, der das Hyperthermiezentrum Hannover vor über 25 Jahren gegründet hat. Nicht nur die Krankheit an sich, sondern der Mensch in seiner Ganzheit steht für ihn im Mittelpunkt.
Wir vom Hyperthermiezentrums Hannover haben uns auf alternative und komplementäre Therapieformen spezialisiert, die sich bei vielen, aus schulmedizinischer Sicht hoffnungslosen Fällen als langfristig wirksam erweisen. Gerade im Bereich chronischer Erkrankungen hat sich immer wieder gezeigt, dass ganzheitlichen Behandlungsmethoden in vielen Fällen eine wertvolle Alternative oder Ergänzung zu schulmedizinischen Herangehensweisen darbieten.
Ein besonderes Augenmerk legen wir im Hyperthermiezentrum Hannover auf die Krebstherapie. Ausgesprochen positive Erfahrungen konnten wir hierbei mit den Mitteln der modernen Hyperthermie, Überwärmung, machen.
Ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden aufzubauen und wieder herzustellen, stehen für uns an oberster Stelle. Jeder Mensch ist ein Individuum und keine Krankheit ist bei jedem gleich. Daher ist es uns wichtig, Ihnen eine auf Sie und Ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung zu bieten. Selbstverständlich sind wir gerne Ihr Ansprechpartner bei Fragen oder wenn Sie Hilfe benötigen.
Informieren Sie sich auf unserer Webseite über unsere Leistungen und zögern Sie nicht, direkt mit uns in Kontakt zu treten.
Ihr Dr. Wolf und Team
Geschichte der Hyperthermie
„Gebt mir die Macht, Fieber zu erzeugen, und ich heile jede Krankheit“ , sagte schon Parmenides, ein griechischer Arzt und Philosoph (540-480 v. Chr). Fieber war für den Menschen schon seit langem etwas Besonderes: Einerseits die Bedrohung durch den Tod, andererseits die Möglichkeit zu neuer Gesundung. Erstmals erwähnt wurde die heilende Wirkung der Wärme in den altägyptischen Hochkulturen. Dort wurden den Kranken Bäder in heißem Wüstensand verordnet. Die Mediziner der griechischen Antike haben diesen therapeutischen Ansatz dann konsequent angewandt und benannt: Überwärmung (griech.: Hyperthermie). Im Laufe der Jahrhunderte fanden sich verschiedene Anwendungsgebiete. So war beispielsweise die künstliche Erzeugung von Fieber mit Hilfe pyrogener Stoffe bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten üblich. Im Mittelalter wurden laut Überlieferungen Geschwülste der Haut mit glühendem Eisen verbrannt. Fieber galt als reinigendes Mittel, das den Körper entschlackt und entgiftet. Auch bei der Krebsbehandlung hat sich gezeigt, dass Wärme, Hyperthermie, von großem Nutzen ist. Der Grund: Tumorzellen sind extrem hitzeempfindlich. Bereits der amerikanische Chirurg William Coley (1862-1936) hat beobachtet, dass Krebspatienten nach einer Operation oftmals vollständig gesundeten, wenn sie eine starke Wundentzündung mit hohem Fieber durchgemacht hatten. Der Mediziner nahm an, dass der Temperaturanstieg nicht nur die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisierte, welche die Entzündung bekämpften, sondern gleichzeitig auch den Tumor vernichteten. Der Physiker und Krebsforscher Manfred von Ardenne (1907 – 1997) war der Erste, der Krebspatienten gezielt mit Hilfe der Hyperthermie unter Benutzung von langwelligem Infrarotlicht behandelte. Da die Hyperthermie ein sehr anstrengendes Verfahren war, setzte Ardenne zur Unterstützung der Patienten während der Behandlung Sauerstoff ein. Zunächst war es schwierig, die Methode zu optimieren, da es an einer genauen Kontrollmöglichkeit der inneren Körpertemperatur mangelte. Im Laufe der Jahre jedoch entwickelte sich eine immer modernere Gerätetechnologie, die eine zunehmend bessere Steuerung der Überwärmung gewährleistete und die breite Anwendung in der medizinischen Praxis ermöglichte. Grundsätzlich werden als Hyperthermieall jene Verfahren bezeichnet, bei denen die Überwärmung des Körpers oder des Tumorbereichs durch Mikro- oder Radiowellen, bzw. durch Infrarotstrahler von außen bewirkt wird. Unterschieden wird davon die Fiebertherapie, bei der es zu einer „inneren“ Überwärmung kommt.Wirkung der Hyperthermie
Krebszellen können aufgrund ihrer primitiven Blutversorgung Wärme im Gegensatz zu gesundem Gewebe schlecht abführen. Das hängt damit zusammen, dass Tumorzellen einen anderen Stoffwechsel und eine andere Gefäßversorgung haben als gesunde Zellen. In den Krebszellen entsteht so ein Hitzestau, der zu einer Unterversorgung der Tumorzellen mit Sauerstoff und zur Nährstoffverarmung im Tumor führt. Diese Mangelerscheinung führt zu Störungen wichtiger Stoffwechselprozesse bei der Zellteilung und Zellerhaltung, wobei auch Reparatursysteme der Zellen ausfallen. So können thermische (durch Hyperthermie geschädigte) Zellbestandteile nicht ersetzt werden, was zum Absterben der Tumorzellen führen kann. Untersuchungen haben weiterhin ergeben, dass Krebszellen bei einer Erwärmung auf ca. 42 Grad Celsius im Gegensatz zu gesundem Gewebe besonders geartete Eiweißstrukturen auf ihrer Oberfläche bilden. Diese Eiweißstrukturen, auch Hitzeschockproteine genannt, werden vom Abwehrsystem als körperfremd erkannt, so dass die Krebszellen vom Abwehrsystem zerstört werden können.Hyperthermie wirkt also an zwei Fronten:
Zum einen durch thermische Schädigung, zum anderen durch die Stimulierung des Immunsystems.Diese starke Wirkkraft der Hyperthermie wird in Studien immer wieder eindrucksvoll belegt. So wurde vom Universitätsklinikum in Erlangen eine Studie zur Wirkung von regionaler Tiefenhyperthermie bei Blasenkrebs veröffentlicht. Es hat sich gezeigt, dass nach fünf Jahren von den teilnehmenden Patienten, die keine Hyperthermiebehandlung erhielten, 67 Prozent am Leben waren. Von denen, die mit Hyperthermie behandelt wurden, waren es noch 80 Prozent. Auch die Neigung zu invasivem Wachstum und zur Bildung von Metastasen konnte unter Hyperthermie deutlich reduziert werden. Die Auswertung der Studie zeigte, dass die Häufigkeit der Behandlung mit der Überlebensrate in einem direktem Zusammenhang steht: Je öfter die Patienten eine Überwärmung erhielten, desto besser ging es ihnen. Studien aus Holland und Italien konnten das Ergebnis bestätigen.
Hyperthermie in Verbindung mit Chemo/Strahlentherapie
In den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass Hyperthermieeine besonders gute Wirkkraft in Kombination mit einer Chemo- bzw. Strahlentherapie erzielt. Der Grund: Auch nach einer Strahlen- oder Chemotherapie kann sich der Tumor erholen und resistent werden gegen Strahlen und Zytostatika. Hier setzt die Hyperthermie an. Durch die Wärme werden die Erbanlagen der Tumorzellen geschädigt, was bewirkt, dass diese sich nicht mehr selbst reparieren und teilen können. Der Krebs hat folglich weitaus geringere Chancen, wieder nachzuwachsen.Nationale und internationale Studien haben gezeigt, dass Zytostatika bei Temperaturen über 40 Grad Celsius deutlich aggressiver wirken als bei normaler Körpertemperatur. So konnte nachgewiesen werden, dass bei bestimmten Tumorerkrankungen der Krebsherd zum Teil vollständig zurückging. Bei anderen Krebserkrankungen gelang es durch die Hyperthermiebehandlung die Lebenszeit der Patienten zu verlängern und ihre Lebensqualität entscheidend zu verbessern. Das belegt eine randomisierte Studie mit über 340 Patienten mit Weichteilsarkomen. Von den Patienten, die eine Chemotherapie plus lokaler Hyperthermie erhalten haben, lebten diese im Mittel noch 32 Monate ohne Krankheitszeichen. Patienten der Vergleichsgruppe ohne Hyperthermie hatten dagegen nur 18 Monate keine Krankheitszeichen.
Verschiedene Arten der Hyperthermie
In unserer Praxis arbeiten wir mit verschiedenen Arten der Hyperthermie. Dazu gehören:
Die Ganzkörperhyperthermie
Diese Form wird häufig angewandt bei Krebserkrankungen bei denen sich Metastasen bereits über den gesamten Körper ausgebreitet haben. Bei der Ganzkörperhyperthermie wird der gesamte Körper mit Ausnahme des Kopfes bei 39,5 bis 40,5 Grad Celsius überwärmt. Nach unserer Erfahrung kann die Ganzkörperhyperthermiebesonders bei Metastasen und Tumoren, die nicht operiert werden können, und bei häufig wiederkehrenden Tumorarten eingesetzt werden. Sie erfolgt aber auch bei einem begrenzten Tumorbefall. In unserer Praxis haben wir Ganzkörperhyperthermie bei Mammakarzinomen, Sarkomen, Hauttumoren, Melanomen, Knochenmetastasen sowie Karzinomen der Lunge, des Magens, der Bauchspeicheldrüse, der Galle und der Niere eingesetzt.Die Loko-regionale Hyperthermie
Hierbei konzentriert sich die Überhitzung auf das betroffene Organ oder Gewebe. Dabei werden hohe Temperaturen zwischen 42 und 44 Grad Celsius erreicht. Durch diese Form der Hyperthermie wird der Organismus weniger belastet als bei der Ganzkörperhyperthermie, da das gesunde Gewebe nicht so strapaziert wird. Wir haben die lokoregionale Tiefenhyperthermiein unserer Praxis bisher bei Bauchfellmetastasen, Rezidiven im Bereich der verschiedenen Organe, insbesondere der weiblichen Brust, bei Hirntumoren, Tumoren im HNO-Bereich, der Prostata und bei inoperablen Tumoren angewandt.Die Prostatahyperthermie oder transurethrale Radio Frequenztherapie (TURF)
In unserer Klinik verwenden wir für die TURF ein spezielles Gerät, das Radiofrequenzgerät PCT2000 der Firma Onco-Therm, bei dem zusätzlich zur Wärme ein elektrisches Feld aus Radiokurzwellen aufgebaut wird. Im Gegensatz zu den früher verwendeten Mikrowellen haben Radiokurzwellen eine größere Reichweite und wirken wesentlich weniger schädigend auf gesundes Gewebe.Bei dieser Form der Hyperthermie wird zur Bekämpfung von Prostatakrebs, vergrößerter Prostata und Prostatitis bei lokaler Betäubung durch die Harnröhre ein Katheter eingeführt, an dessen Ende eine Sonde befestigt ist. Diese Sonde fungiert als Sender, die Empfänger der Steuersignale, die über Radiofrequenzen übertragen werden, sind an der Hüfte oder an den Oberschenkeln befestigt. Über die Sonde werden nun die elektrischen Wellen durch das Prostatagewebe gesendet, wo sie in Wärme umgewandelt werden. Die Sonde selbst bleibt kalt, so besteht keine Verletzungsgefahr der Harnröhre. Je dichter das Gewebe ist, desto mehr absorbiert es die Wellen und desto höher wird die Temperatur. Die Temperaturen bei der transurethralen Hyperthermie liegen bei etwa 48 bis 52 Grad Celsius, bei gutartigen Prostatavergrößerungen sowie beim Prostatakrebs hat sich eine Temperatur von 49 Grad als sehr effektiv erwiesen.
Vorteile der transurethralen Hyperthermie bei Prostatakrebs:
- Keine riskante Operation
- Keine Narkose
- Keine Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz
- Keine Komplikationen
- Vorbeugung durch Nahrungsergänzungsmittel
Ablauf einer Hyperthermiebehandlung
Die Dauer einer Hyperthermiesitzung beträgt in der Regel zwischen ein und zwei Stunden. Die Hyperthermiebehandlung erleben die Patienten unserer Praxis in einer wohltuenden Umgebung. Nach einer Vorbereitungszeit von ca. einer halben Stunde beginnt die eigentliche Therapie, die etwa zweieinhalb Stunden dauert. Während der gesamten Behandlung werden die Patienten rundum betreut und ihre Körperfunktionen überwacht. Es stehen stärkende ayurvedische Tees und ein kräftigender Naturtrunk zur Verfügung. Das gedämpfte Licht, entspannende Musik und die sanfte Farbgebung der Praxisräume tragen zur Entspannung bei. Weiterhin geben wir Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C, 25 g, das in dieser hohen Dosierung direkt zellschädigend auf Tumorzellen wirkt. Weiterhin Infusionen mit Mandelonitril (B17) und eine Spezialinfusion zur Regenerierung, Entgiftung und Ausleitung der entstandenen Schlackenstoffe.Da mir eine seriöse und ganzheitlich-effektive Behandlung meiner Patienten sehr am Herzen liegt, wird das gesamte Praxispersonal regelmäßig geschult, um neue Entwicklungen und Studienergebnisse sofort adäquat umsetzen zu können. Selbstverständlich werden alle Patienten über die von mir durchgeführten Therapieangebote genauestens aufgeklärt, mit Verweis auf die Möglichkeiten der Schulmedizin. Wie Studien immer wieder bestätigen, hat eine Verbindung von Therapiemethoden aus beiden Richtungen oftmals mehr Durchschlagkraft, als eine Therapieform für sich allein.
Nebenwirkungen:
Besonders die lokoregionale Hyperthermiewird in der Regel sehr gut vertragen und kann ohne besondere Medikamente und andere Vorbereitungen durchgeführt werden. In vielen Fällen tritt ein lokales Wärme- oder Hitzegefühl auf. Dieses kann unter Umständen auch zu einem stärker empfunden Schmerzgefühl führen. Ist dies der Fall, kann der Arzt die Einstellung ändern. Auch die Ganzkörperhyperthermie wird von unseren Patienten gut vertragen. Durch die Länge der Behandlung kann die Lagerung (längeres Liegen umgeben von Wasserkissen, die Verbrennungen verhindern) als unangenehm empfunden werden. Grundsätzlich erfährt der Körper einen Wärmestress, der mit einem Saunaufenthalt vergleichbar ist, so dass kreislaufgesunde Patienten keine Probleme haben.Haben Sie Interesse an Hyperthermie oder unseren anderen Behandlungsformen? Über die Navigation erhalten Sie weitere Informationen über unser gesamtes Therapieangebot.
Weiterführende Links zu Hyperthermie
Therapeutische HyperthermieDeutsche Gesellschaft für Hyperthermie
Beschluss des Gem. Bundesausschuss zur Hyperthermie
Hyperthermie: Dem Krebs einheizen
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