Regenerationstherapien mit Blutegeln

Die Therapie mit Blutegeln wird bei verschiedensten Krankheitsbildern eingesetzt. Das ausleitende und regenerierende  Verfahren hat  seinen Ursprung in der griechischen und römischen Antike, wurde aber auch von der traditionellen indischen und arabischen Medizin beeinflusst. 

Auch viele heutige Schmerzmittel enthalten Extrakte aus Blutegeln.

Blutegel sind Würmer, die zum Stamm der Annelida und der Unterklasse Hirudina gehören. Blutegel haben keine Borsten, ihre Körper sind fest und sie haben zwei Sauger, einen an jedem Ende.  

Heute werden Blutegel zur Schmerztherapie, in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie und zur Behandlung von Osteoarthritis eingesetzt. Bei Operationen kann durch mangelnden venösen Abfluss eine problematische venöse Stauung entstehen. Blutegel werden an eine verstopfte Klappe gesetzt, nehmen eine bestimmte Menge überschüssiges Blut auf und injizieren das Protein Hirudin, ehe sie abfallen.

Eine Blutegeltherapie ist mehr als nur eine Schmerztherapie. Es ist eine moderne Regenerationstherapie, die manchmal sogar eine Knieoperation verhindern kann. Blutegel besitzen nämlich einen aktiven Gerinnunsghemmer, ein kleines Protein namens Hirudin. Die Entdeckung und Isolierung dieses Proteins führte schließlich zu dessen Produktion. Heute nutzt die Medizin rekombinantes Hirudin als eine intravenöse gerinnungshemmende Vorbereitung für Injektionen. 

Am Hyperthermie Zentrum Hannover werden Blutegel als Bestandteil einer regenerierenden und vorbeugenden Therapie erfolgreich eingesetzt. Rekombiniertes Hirudin wird nur an Patienten gegeben, die auf Blutegel allergisch sind oder Heparin nicht vertragen. Je Indikation werden zwei bis zwölf Blutegel angesetzt. Oft ist nur eine einzige Blutegelbehandlung nötig, um die Beschwerden abklingen zu lassen. 

Die Blutegel-Therapie regt den Lymphstrom an und kann durch die lokale Gefäßerweiterung krampflösend und entzündungshemmend wirken.