Ependymom

Hohe Vergrößerung der Ependymzellen, die das Ventrikelsystem des Gehirns auskleiden. Die Lumenoberfläche zeigt Zilien und Basalkörper. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Ependymome oder gliale Tumore (Gehirntumore) sind sehr selten vorkommende und langsam wachsenden Tumore des zentralen Nervensystems. Meistens sind Kinder um das 6. Lebensjahr betroffen, jährlich erkranken etwa zwei von einer Million Kindern an einem Ependymom.

 

Ependymome entstehen aus den Zellen, die den Kontakt zwischen Hirngewebe und Hirnwasserwegen herstellen. Die Zellen dieser Hirntumore haben ähnliche Gewebeeigenschaften wie die Ependymzellen, welche die Hirnhöhlen und den Rückenmarkskanal auskleiden. Obwohl sie bevorzugt im Kinder- und Jugendalter auftreten, können Ependymome in jedem Lebensalter vorkommen. Es gibt statistisch mehr gutartige Ependymome als bösartige. Das anaplastische Ependymom ist die bösartige Form dieses Tumors. 

 

Ependymome werden in drei Schweregrade unterteilt: 

  • Grad I: Subependymom und Myxopapilläres Ependymom

  • Grad II: Ependymom

  • Grad III: Anaplastisches Ependymom

Ursachen

Warum sich Ependymom bilden, ist bisher noch nicht endgültig erforscht. Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben Menschen, die im Rahmen einer Krebstherapie (Leukämie) bestrahlt wurden.

Symptome

Durch ihre Lokalisation in der Nähe der Ventrikel behindern Ependymome häufig den Fluss der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit, was zu einer Erhöhung des Hirndrucks führen kann. Daraus können sich anhaltende Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie ein Hydrozephalus ergeben.

Für die Diagnose kommen neben den neurologischen Untersuchungen aufgrund der vielen Differenzialdiagnosen, vor allem bildgebende Verfahren zum Einsatz: Elektroencephalogramm (EEG), Computertomogramm (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Angiographie, evozierte Potenziale (akustisch evozierte Potenziale AEP, visuell evozierte Potenziale VEP, sensorisch evozierte Potenziale SEP), Positronen-Emissions-Tomographie (PET) sowie Blutuntersuchungen (z. B. Tumormarker) und Biopsien. Bei einer Gewebeuntersuchung ist das Hauptkriterium die sogenannte Pseudorosette um die Blutgefäße. Die Tumorzellen sind dabei mit langen Fibrillen um die Gefäße herum angeordnet.

Empfohlene Therapien

Der erste therapeutische Schritt ist die möglichst vollständige operative Entfernung des Tumors. Die Begleiterscheinung einer Strahlen- oder Chemotherapie kann durch ganzheitliche Verfahren abgemildert und der allgemeine Gesundheitszustand verbessert werden.  
 

Schauen Sie sich

häufig gestellte Fragen an.

Lesen Sie das Buch

Neue Wege in der Krebstherapie

in der zweiten Edition

von Dr. Peter Wolf.

Wir antworten mit einem Angebot einschließlich eines Zeitplanes.