Non-Hodgkin-Lymphom

Mikroskopisches Bild des follikulären Lymphoms, einer Art von Non-Hodgkin-Lymphom, einer Krebserkrankung von Lymphozyten in Verbindung mit vergrößerten Lymphknoten. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Das Non-Hodgkin-Lymphom gehört zur Gruppe von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems. Unter der Sammelbezeichnung Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) werden alle bösartigen Erkrankungen des Lympfgewebes  (maligne Lymphome) zusammengefasst, die nicht der Gruppe Morbus Hodgkin zuzuordnen sind. 

 

Es existieren eine Vielzahl von Non-Hodgkin-Lymphomen mit sehr unterschiedlichem Verlauf und unterschiedlichen Prognosen. Das gilt sowohl für die zugrundeliegenden genetischen Veränderungen, die immunologischen Charakteristika als auch die klinischen Erscheinungsformen. Dementsprechend unterschiedlich ist die Behandlung der NHL.

Die NHL werden in eine B- (etwa 80 Prozent aller NHL) und eine T-Linie (20 Prozent) unterteilt, je nachdem, ob das NHL von B-lymphatischen oder T-lymphatischen Zellen ausgeht. Selten gibt es auch NHL, die von den sogenannten NK-Zellen ausgehen. Derzeit erkranken jährlich etwa 15 Menschen pro 100.000 Menschen. Es besteht eine Zunahme der Non-Hodgkin-Lymphome bei steigendem Lebensalter.

Ursachen

Die Ursachen für die Entwicklung eines Non-Hodgkin-Lymphoms sind noch nicht ausreichend geklärt. Bestimmte Virusinfektionen, lang anhaltender Zigarettenkonsum, starkes Übergewicht sowie angeborene Genvariationen stehen in Verdacht, das Risiko zu erhöhen. Ebenso radioaktive Strahlung und eine Chemotherapie. Ein Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus und dem Burkitt-Lymphom wird vermutet. 

Symptome

Die Anfangssymptome der Non-Hodgkin-Lymphome entsprechen denen der Hodgkin-Lymphome (allerdings sind histologisch keine Hodgkin-Sternberg-Reed-Zellen nachweisbar). Bei vielen Patienten liegt jedoch schon zum Zeitpunkt der Diagnosestellung eine Beteiligung anderer Organe vor, v. a. Magen-Darm-Trakt und HNO-Bereich. Häufig sind Magen- und Darmbeschwerden Folge einer malignen Infiltration.

Es treten folgende Leitsymptom  auf:  derbe, häufig schmerzlose Lymphknotenschwellungen, Gewichtsverlust von mehr als zehn Prozent in sechs Monaten, wiederkehrende Schweißausbrüche, unklares Fieber. Auch eine Knochenmarkinfiltration (und daraus resultierend im Blutbild eine nachweisbare Anämie und Leukopenie) sowie Splenomegalie (Vergrößerung der Milz) können Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Empfohlene Therapien

Die Diagnose wird histologisch anhand der Biopsie eines betroffenen Lymphknotens gestellt. Neben der histomorphologischen Beurteilung werden spezielle Färbetechniken angewandt, um das gewonnene Biopsiematerial genau klassifizieren zu können.

Zudem gehören Röntgen-Thorax, Sonographie des Bauchraums, Computertomographie von Hals, Thorax und Abdomen sowie Knochenmarkpunktion zur Gewinnung der Knochenmarkhistologie und Ausschluss eines Knochenmarkbefalls zur Diagnosestellung.

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