Non-Hodgkin-Lymphom

Unter der Sammelbezeichnung Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) werden alle bösartigen Erkrankungen des Lymphatischen Systems (maligne Lymphome) zusammengefasst, die kein Morbus Hodgkin sind. Diese Zusammenfassung hat im Wesentlichen historische Gründe. Die Erkrankungen, die unter diesem Oberbegriff zusammengefasst werden, sind sehr verschieden. Das gilt sowohl für die zugrundeliegenden genetischen Veränderungen, die immunologischen Charakteristika als auch die klinischen Erscheinungsformen. Dementsprechend sieht auch die Behandlung der NHL sehr unterschiedlich aus.

Die NHL werden in eine B- (etwa 80 Prozent aller NHL) und eine T-Linie (20 Prozent) unterteilt, je nachdem, ob das NHL von B-lymphatischen oder T-lymphatischen Zellen ausgeht. Selten gibt es auch NHL, die von den sogenannten NK-Zellen ausgehen. Derzeit erkranken jährlich etwa 15 Menschen pro 100.000 Menschen.

Die Anfangssymptome der Non-Hodgkin-Lymphome entsprechen denen der Hodgkin-Lymphome (allerdings sind histologisch KEINE Hodgkin-Sternberg-Reed-Zellen nachweisbar). Bei vielen Patienten liegt jedoch schon zum Zeitpunkt der Diagnosestellung eine Beteiligung anderer Organe vor, v. a. Magen-Darm-Trakt und HNO-Bereich. Häufig sind Magen- und Darmbeschwerden Folge einer malignen Infiltration.

Die Symptome

Es treten folgende Symptome auf: Lymphknotenschwellungen, ein Gewichtsverlust von mehr als zehn Prozent in sechs Monaten, wiederkehrende Schweißausbrüche, unklares Fieber. Auch eine Knochenmarkinfiltration (und daraus resultierend im Blutbild eine nachweisbare Anämie und Leukopenie) sowie Splenomegalie (Vergrößerung der Milz) können Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Die Diagnose wird histologisch anhand der Biopsie eines betroffenen Lymphknotens gestellt. Neben der histomorphologischen Beurteilung werden spezielle Färbetechniken angewandt, um das gewonnene Biopsiematerial genau klassifizieren zu können. Zudem gehören Röntgen-Thorax, Sonographie des Bauchraums, Computertomographie von Hals, Thorax und Abdomen sowie Knochenmarkpunktion zur Gewinnung der Knochenmarkhistologie und Ausschluss eines Knochenmarkbefalls zur Diagnosestellung.