Colitis Ulcerosa

Die chronisch-entzündliche Dickdarmerkrankung Colitis ulcerosadie beginnt meist im Rektum und schreitet in Richtung Dünndarm fort. Die Entzündung ist auf die Schleimhaut und die Submukosa begrenzt, wo sie zu Geschwüren und Abszessen führen kann. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen der Erkrankung sind nicht genau geklärt – es werden genetische und immunologische Faktoren diskutiert.

Die typischen blutig-schleimigen Durchfälle treten bis zu 30-mal täglich auf und sind von krampfartigen Schmerzen begleitet. Häufig kommen bei schwerer Entzündung Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Gewichtsabnahme hinzu. Stress und Belastungen können wesentlich zu einem schwierigen Verlauf beitragen und aktive Schübe der Krankheit auslösen. Im Schub sowie auch als Wechselwirkung mit Medikamenten kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Auch wenn die Entzündung bei Colitis ulcerosa stets auf den Dickdarm beschränkt ist, werden bei starken Durchfällen viele Nährstoffe nicht im Dünndarm resorbiert. Mängel können daher sehr ausgeprägt sein.

Die Diagnose wird durch eine komplette Koloskopie mit Gewebeentnahme und ggf. einem Kolonkontrasteinlauf gesichert. Die gefährlichste Komplikation bei der Colitis ulcerosa ist das toxische Megakolon, eine massive Erweiterung des Darmvolumens, bei der auch die Darmwandnerven geschädigt werden. Nach langjähriger Erkrankung besteht ein erhöhtes Entartungsrisiko hin zu Dickdarmkrebs. In schweren Fällen und bei Komplikationen wie dem toxischen Megakolon kann eine Operation nötig werden. Dies bedeutet in der Regel eine vollständige Entfernung des Dickdarms.