Colitis Ulcerosa

ULCERATIVE COLITIS - Darmmedizin Anatomie - Vektorillustration (Quelle: Shutterstock)

Definition

Colitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Dickdarms (CED). Sie verläuft chronisch-rezidivierend oder chronisch-kontinuierlich.

 

Colitis ulcerosa beginnt meist im Rektum und schreitet in Richtung Dünndarm fort. Die Entzündung ist auf die Schleimhaut und die Submukosa begrenzt, wo sie zu Geschwüren und Abszessen führen kann.

 

Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung wird zu den Zivilisationskrankheiten gezählt, die in allen westlichen Ländern zunehmen. Insbesondere junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren erkranken immer häufiger. 

Ursachen

Die Ursachen der Erkrankung sind nicht genau geklärt. Möglich scheinen eine autoimmune Pathogenese, der Einfluss genetischer Dispositionen, die Ernährung, psychosomatische Ursachen und infektiöse Prozesse.

Symptome

Häufig gibt es akute Verläufe mit einem plötzlichem Krankheitsbeginn, der mit starken Krämpfen und Durchfällen und Fieber einhergeht. Die typischen blutig-schleimigen Durchfälle treten bis zu 30-mal täglich auf und sind von krampfartigen Schmerzen begleitet.

 

Häufig kommen bei schwerer Entzündung Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Gewichtsabnahme hinzu. Stress und Belastungen können wesentlich zu einem schwierigen Verlauf beitragen und aktive Schübe der Krankheit auslösen. Im Schub sowie auch als Wechselwirkung mit Medikamenten, kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Auch wenn die Entzündung bei Colitis ulcerosa stets auf den Dickdarm beschränkt ist, werden bei starken Durchfällen viele Nährstoffe nicht im Dünndarm resorbiert. Mängel können daher sehr ausgeprägt sein.

Empfohlene Therapien

Die Diagnose wird durch eine komplette Koloskopie mit Gewebeentnahme und einem Kolonkontrasteinlauf gesichert.

 

Die gefährlichste Komplikation bei der Colitis ulcerosa ist das toxische Megakolon, eine massive Erweiterung des Darmvolumens, bei der auch die Darmwandnerven geschädigt werden.

 

Nach langjähriger Erkrankung besteht ein erhöhtes Entartungsrisiko hin zu Dickdarmkrebs. In schweren Fällen und bei Komplikationen, wie dem toxischen Megakolon, kann eine Operation nötig werden. Dies bedeutet in der Regel eine vollständige Entfernung des Dickdarms.

Eine Therapie ist immer abhängig vom Schweregrad des Schubs. Prinzipiell kann der Kankheitsverlauf durch begleitende komplementärmedizinische Therapien positiv beeinflusst werden.

 

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