Morbus Crohn

menschlicher Darm mit Entzündungssymptomen (Quelle: Shutterstock)

Definition

Morbus Crohn ist die chronische Entzündung des Darms, die meist schubweise verläuft und den gesamten Verdauungstrakt befallen kann, sie zeigt sich erstmals am Übergang des Dünndarms in den Dickdarm. 

 

Morbus Crohn kann vom Mund und der Speiseröhre (was selten vorkommt) bis zum After auftreten. Nicht nur die Schleimhaut entzündet sich, sondern alle Wandschichten des Darmes können in Mitleidenschaft gezogen sein. Morbus Crohn verläuft unterschiedlich schwer. Bei einem ungünstigen Verlauf bilden sich Geschwüre, Engstellen (Stenosen) oder Verbindungsgänge (Fisteln) zu anderen Organen.

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Erkrankungen deutlich zugenommen. Die Krankheit tritt geschlechtsunspezifisch auf. Vor allem jüngere Erwachsene sind von dieser Darmerkrankung betroffen: Eine erste Manifestation wird zwischen dem 15. bis 35. Lebensjahr festgestellt. Raucher sind doppelt häufig betroffen.

 

Morbus Crohn schränkt die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit der Patienten teils erheblich ein.

Ursachen

Die Ursache einer Erkrankung ist unklar, es werden genetische und immunologische Entstehungsmechanismen diskutiert.

 

Generell lässt sich eine familiäre Häufung beobachten. Die Faktoren Umwelt, Immunsystem und Darmflora (das darmeigene Mikrobiom) können die Entstehung der Krankheit ebenfalls beeinflussen.

 

Morbus Crohn gilt als Autoimmunerkrankung. Auch psychosomatische Ursachen werden immer stärker diskutiert. 

Symptome

Drei bis sechs (selten blutige) Durchfälle pro Tag sind symptomatisch, wie auch Darmkrämpfe und der Abgang von Schleim.

Typisch für Morbus Crohn sind zudem Schmerzen auf der rechten Bauchseite, so wird häufig anfangs eine Blinddarmreizung oder Blinddarmentzündung vermutet. Auch Fieber, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen können entstehen.

 

Bei Kindern kann eine Wachstumsverzögerung das einzige Symptom sein. Fisteln oder Abszesse am After können die Krankheit begleiten. Die chronische Entzündung verläuft meist schubweise – ohne jedoch richtig auszuheilen.

Im weiteren Verlauf können Komplikationen auftreten: Dazu zählen Stenosen (Verengungen im Darm, die durch Narben bzw. Geschwülste aus den Entzündungen entstehen können), Fistelbildung, Abszesse, Mangelerscheinungen durch die gestörte Nahrungsverwertung und in seltenen Fällen auch Darmdurchbruch. Auch werden Gallensteine und Harnsteinleiden die Erkrankung begünstigt. Morbus Crohn gilt als eine mögliche Ursache für Darmkrebs.

Empfohlene Therapien

Komplementärmedizinische Therapien (in einer nicht-akuten Phase) können einen sehr positiven Effekt auf den Verlauf der Erkrankung haben, angefangen bei einer Behandlung mit Akupunktur, über eine sanfte Darmsanierung und die Stärkung der Darmbakterien bin hin zu Autogenes Training, Entspannungsübungen und Yoga. Zudem sollte der Konsum von Tabak unbedingt vermieden werden. 

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