Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung, die den gesamten Verdauungstrakt befallen kann. Sie kann vom Mund und der Speiseröhre (was selten vorkommt) bis zum After auftreten, betrifft in etwa 80 Prozent der Fälle jedoch den letzten Dünndarmabschnitt, oft auch den angrenzenden Dickdarmteil. Die Ursache ist unklar – es werden genetische und immunologische Faktoren diskutiert. Morbus Crohn gilt aus Autoimmunerkrankung.

Vor allem jüngere Erwachsene sind von dieser Darmerkrankung betroffen: Eine erste Manifestation wird meist im 15. bis 35. Lebensjahr festgestellt. Männer und Frauen erkranken gleichermaßen häufig, Raucher sind doppelt häufig betroffen. Morbus Crohn schränkt die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit der Patienten teils erheblich ein.

Drei bis sechs (selten blutige) Durchfälle pro Tag sind symptomatisch, wie auch Darmkrämpfe und der Abgang von Schleim. Typisch für Morbus Crohn sind zudem Schmerzen, die manchmal denen einer Blinddarmentzündung ähnlich sind. Auch Fieber, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen können entstehen. Gerade bei Kindern kann eine Wachstumsverzögerung das einzige Symptom sein. Fisteln oder Abszesse am After können ebenfalls von einem Morbus Crohn kommen. Die Krankheit verläuft meist schubweise – ohne jedoch richtig auszuheilen.

Im weiteren Verlauf können Komplikationen auftreten: Dazu zählen Stenosen (das sind Verengungen im Darm, die durch Narben bzw. Geschwülste aus den Entzündungen entstehen können), Fistelbildung, Abszesse, Mangelerscheinungen durch die gestörte Nahrungsverwertung und in seltenen Fällen auch Darmdurchbruch. Auch werden Gallensteine und Harnsteinleiden die Erkrankung begünstigt. Morbus Crohn gilt als eine mögliche Ursache für Darmkrebs.

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