Hirntumor (Glioblastom)

CT-Scan - Gehirn einer 69-jährigen Frau mit Gehirnabszess oder Hirnmetastasierung, Glioblastom. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Glioblastom (Glioblastoma multiforme) ist der häufigste bösartige hirneigene Tumor bei Erwachsenen. Das Glioblastom weist feingewebliche Ähnlichkeiten mit den Gliazellen des Gehirns auf und geht von der weißen Substanz aus. Statt das Gehirn beim Wachstum zu verdrängen, wächst er in das gesunde Gewebe des Gehirns. Seine mit Abstand häufigste Lokalisation ist das Großhirn, wo es in allen Hirnlappen entstehen kann, aber den Frontal- und den Temporallappen bevorzugt.

Glioblastome sehen in verschiedenen Stadien unterschiedlich aus und sind deshalb auch nicht immer einfach zu diagnostizieren. Strichförmige Nekrosen (tote Zellen) sind z. B. ein Indiz dafür, dass es sich um ein Glioblastom handelt. Glioblastome können völlig neu oder durch fortschreitende Entdifferenzierung (Entartung) aus weniger bösartigen Astrozytomen entstehen. Daher kommt es nicht selten vor, dass therapierte Astrozytome sich im Rezidiv als Glioblastom manifestieren. 

An einem Glioblastom erkranken in Deutschland jährlich acht bis zehn Personen von 100.000. Darunter vor allem Kinder bis zum zehnten und Erwachsene vom 60. bis 75. Lebensjahr. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen.

Ursachen

Ursachen für ein Glioblastom sind weitestgehend unbekannt. 

Der einzige gesicherte Risikofaktor sind ionisierende Strahlen: Die Bestrahlung eines anderen Tumors kann ein solchen Hirntumor verursachen, ebenso scheinen Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen (Turcot-Syndrom), tuberöse Sklerose, Li-Fraumeni-Syndrom) häufiger ein Glioblastom zu entwickeln. 

Symptome

Wegen des rasanten Wachstums entwickeln sich die Beschwerden meist rasch innerhalb weniger Wochen bis Monate. Erste Symptome können anhaltende und ungewohnte Kopfschmerzen (vor allem nachts oder am frühen Morgen), aber auch neu auftretende epileptische Anfälle sein.

 

Neurologische Ausfälle wie Lähmungen, Aphasien (Sprachstörungen) und Sehstörungen können je nach Lage des Tumors hinzukommen. Schließlich sind es oft auffällige Persönlichkeitsveränderungen, Apathie oder psychomotorische Verlangsamung, die den Patienten zum Arzt führen.

Empfohlene Therapien

Neben den neurologischen Untersuchungen, vor allem wegen der vielen Differenzialdiagnosen, kommen zur Diagnostik vor allem bildgebende Verfahren zum Einsatz:

Elektroencephalogramm (EEG), Evozierte Potenziale (akustisch evozierte Potenziale AEP, visuell evozierte Potenziale VEP, sensorisch evozierte Potenziale SEP), Computertomogramm (CT), Blutuntersuchungen (z. B. Tumormarker), Magnetresonanztomographie (MRT), Angiographie, Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Biopsien. 

 

Zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität und zur besseren Verträglichkeit der Strahlen&Chemotherapie empfehlen wir eine begleitende Behandlung mit Mistelextrakten. 

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