Akute myeloische Leukämie (AML)

Die akute myeloische Leukämie (AML) bezeichnet eine bösartige (maligne) Erkrankung des blutbildenden Systems. AML ist die häufigste Form akuter Leukämien bei Erwachsenen. Bei einer Erkrankung wird der Teil des es blutbildenden Systems angegriffen, der für die Bildung von Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Megakaryozyten verantwortlich ist: die Myelopoese.

 

AML galt früher als nahezu unheilbar, heute haben sich die Heilungschancen deutlich verbessert. Die Krankheit nimmt ihren Ursprung in den unreifen Vorstufen der roten Blutkörperchen, Blutplättchen und einem Teil der weißen Blutkörperchen. 

Das Wort akut bedeutet, dass Leukämiezellen als unreife, noch undifferenzierte Zellen vorkommen. Die entstehenden Zellen werden als myeloische Blasten bezeichnet. Ein großer Anteil von Blasten ist im Knochenmark nachweisbar.

AML ist eine Erkrankung der blutbildenden Stammzellen, genauer: der Myelopoese. Das ist jener Teil des blutbildenden Systems, der für die Bildung von Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Megakaryozyten verantwortlich ist. 

Das Wort akut bedeutet, dass Leukämiezellen als unreife, noch undifferenzierte Zellen vorkommen. Ein großer Anteil von Blasten ist im Knochenmark nachweisbar.

AML führt zu einer zum Teil massiven Vermehrung unreifer Blutzellen im Knochenmark und in der Mehrzahl der Fälle auch im Blut (Leukozytose). Die leukämischen Zellen breiten sich in Knochenmark und Blut aus und können auch Lymphknoten, Milz sowie weitere Organe, in seltenen Fällen auch das Zentralnervensystem infiltrieren. Unmittelbare Folge ist eine Verdrängung der normalen Blutbildung. Es entsteht ein Mangel an Erythrozyten, Blutplättchen und funktionsfähigen reifen Granulozyten.

AML ist mit etwa drei Neuerkrankungen im Jahr eine seltene Erkrankung. Im Durchschnitt sind die Patienten bei der Diagnose über 60 Jahre alt. AML macht etwa 80 Prozent aller akuten Leukämien bei Erwachsenen aus. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Die Ursache ist wie bei allen Krebserkrankungen individuell. Als mögliche Risikofaktoren gelten ionisierende Strahlung und bestimmte chemische Substanzen.

Die Symptome

Die Symptome der AML entwickeln sich in den meisten Fällen innerhalb weniger Wochen. Sie entstehen zum einen durch den Mangel an normalen Blutzellen und zum anderen durch den Befall von Organen mit myeloischen Blasten. Patienten klagen über Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit, allgemeiner Schwäche, unklares Fieber und Unwohlsein. Oft kommt es zu einer erhöhter Infektanfälligkeit durch die Verminderung der weißen Blutkörperchen. Auch kann die Verminderung der Thrombozyten (Thrombopenie) Blutungen verursachen, ebenso unklare blaue Flecken, Nasenbluten und nach Verletzungen kann es zu ungewöhnlich langen Blutungen kommen, ebenso zu Zahnfleischblutungen. Lymphknotenschwellungen treten am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leiste auf, es kann  zu Gelenk- und Knochenschmerzen durch die Ausbreitung der Blasten in den Knochen kommen. 

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