Speicheldrüsenkrebs

Mikrophotographie eines adenoiden zystischen Karzinoms, einer seltenen Krebsart, die normalerweise in Speicheldrüsen auftritt, aber auch an anderen Stellen wie dem Bronchus der Lunge auftreten kann, wie in diesem Fall. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Speicheldrüsenkrebs ist eine sehr seltene Krebsart mit ungeklärter Ursache. Ob und wie ein Speicheldrüsenkarzinom heilbar ist, hängt bei dieser Krebsart stark davon ab, wo genau sich der Tumor befindet.  Zurzeit erkranken von 100.000 Menschen in Deutschland jährlich maximal eine Person an Speicheldrüsenkrebs und pro Jahr etwa zehn Kinder und Jugendliche. Patienten mit Speicheldrüsenkrebs sind meistens zwischen 50 und 70 Jahre alt.

 

Speicheldrüsenkarzinome unterscheiden sich von der Diagnose Ohrspeicheldrüsenkrebs (Parotiskarzinom), obgleich beide Krebsarten den Mund-Kopf-Bereich betreffen. 

Bei rund 85 Prozent der Speicheldrüsentumore sind die Ohrspeicheldrüsen, betroffen, gefolgt von den Unterkiefer- und kleineren Speicheldrüsen. 

Die Gruppe der bösartigen Tumore weist eine Vielzahl von Subtypen auf, die aufgrund ihrer feingeweblichen Eigenschaften unterschieden werden. Die häufigsten Tumoren sind das Mucoepidermoid-Karzinom, das adenozystische Karzinom, Adenokarzinome, das Acinuszell-Karzinom, Plattenepithelkarzinome und Metastasen, die von einem anderen Tumor im Bereich der Speicheldrüsen ausgehen. 

Haben sich die gutartigen Tumore über einen langen Zeitraum unbemerkt entwickelt und transformieren sich in maligne Tumore, sind die Heilungsraten sehr gering, auch weil sie sich jetzt rasant entwickeln und meist schnell in den Halsweichteilen metastasieren. 

Ursachen

Die Ursache ist bislang nicht endgültig geklärt.

 

Risikofaktoren können  sein:

  • Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich oder Chemotherapie zur Behandlung von Leukämie

  • Rauchen

  • erhöhter Alkoholkonsum

  • bestimmte Virusinfektionen (Eppstein-Barr- und HIV-Infektionen)

Symptome

Gutartige Tumoren entwickeln sich in den Speicheldrüsen wesentlich häufiger als bösartige. Diese zeichnen sich durch ein langsames, schmerzfreies Wachstum aus. Bei einem gutartigen Tumor in der Ohrspeicheldrüse wird meist irgendwann eine Schwellung vor oder unter dem Ohr festgestellt.

Maligne (bösartige) Tumore können jedoch lokale Schmerzen, Taubheitsgefühl (Parästhesien), Kausalgien (durch Nervenverletzung hervorgerufener brennender Schmerz) oder motorische Funktionsverluste verursachen.

 

Mögliche Symptome: 

  • Schwellungen

  • verminderter Speichelfluss und Mundtrockenheit

  • Missempfindungen

  • Schmerzen

  • einseitige Lähmung der Gesichtsmuskulatur

Empfohlene Therapien

Unser Therapiekonzept beruht auf der Kombination einer ganzheitlichen, integrativen Onkologie auf dem Boden einer wissenschaftlichen Orientierung.

 

Ein erster Schritt, um mögliche Therapien festzulegen, liegt im Abasten und der Funktionsprüfung des Gesichtsnervs. Diese ersten Diagnosestellung muss mit einer Sonographie abgesichert werden muss. Differenzialdiagnostisch müssen gutartige Tumoren, nichtepitheliale Malignome und Metastasen anderer Primärtumoren voneinander abgeklärt werden. Empfohlen werden zudem ein Ultraschall der Speicheldrüse, Computertomografien (CT) oder Magnetresonanztomografien (MRT) des Kopfes oder des Oberkörpers.

Unsere komplementärmedizinischen Ansätze werden indikationsbezogen und individuell auf jeden Patienten hin zu einem ganzheitlichen Therapieplan eingesetzt. Diese  können zu einer Verbesserung der Heilungschancen sowie zur Milderung der Symptome, auch der negativen Begleitsymptome einer rein schulmedizinischen Behandlung, beitragen. 

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