Speicheldrüsenkrebs

Das Speicheldrüsenkarzinom ist eine Erkrankung einer Speicheldrüse. Derzeit erkrankt etwa ein Mensch pro 100.000 Personen pro Jahr an dieser Krebsart. Die Tumore in den Speicheldrüsen sind in drei Viertel der Fälle gutartige Tumore und in einem Viertel der Fälle bösartige Tumore.

Bezogen auf die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) sind etwa 80 Prozent der Tumoren gutartig und 20 Prozent bösartig. Der bei weitem häufigste gutartige Speicheldrüsentumor ist das pleomorphe Adenom. Der zweithäufigste gutartige Tumor ist der Warthin-Tumor (Zystadenolymphom). Damit wären bereits die beiden wichtigsten gutartigen Tumoren genannt. Andere gutartige Tumoren sind bereits sehr selten.

Bei den bösartigen Tumoren gibt es eine Vielzahl von Subtypen, die aufgrund ihrer feingeweblichen Eigenschaften unterschieden werden. Die häufigsten Tumoren sind das Mucoepidermoid-Karzinom, das adenozystische Karzinom, Adenokarzinome, das Acinuszell-Karzinom, Plattenepithelkarzinome, Metastasen eines anderen Tumors im Bereich der Speicheldrüsen neben einer Reihe von sehr seltenen bösartigen Tumoren.

Bösartige Tumoren der Speicheldrüsen müssen sehr ernst genommen werden, da diese Tumoren häufig zur Absiedlung von Metastasen in den Halsweichteilen neigen.

Das Abasten und die Funktionsprüfung des Gesichtsnervs sind die ersten Schritte zur Diagnosestellung, die mit einer Sonographie abgesichert werden muss. Die Biopsie lässt nicht immer eine genaue Beurteilung zu. Differenzialdiagnostisch müssen gutartige Tumoren, nichtepitheliale Malignome und Metastasen anderer Primärtumoren voneinander abgeklärt werden.
 

Empfohlene Therapien für die Behandlung des Speicheldrüsenkrebs:

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Speicheldrüsenkrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Zellen des Speicheldrüsenkrebses werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Lokoregionale Hyperthermie

Bei Speicheldrüsenkrebs empfiehlt sich auch die ausschließlich regional wirksame Hyperthermie, deren Effekt darin besteht, dass die betroffene Region schnell auf hohe Temperaturen (40 bis max. 44 °C) erwärmt wird. Durch diese Erhitzung wird das Immunsystem aktiviert. Zudem werden viele entartete Zellen des Speicheldrüsenkarzinoms geschädigt bzw. abgetötet. In unserer Praxis im Hyperthermie Zentrum Hannover bieten wir je nach Diagnose diese Teilkörper-Hyperthermie an, bei der gezielt nur geschädigtes bzw. entartetes Gewebe überwärmt wird, wodurch wir unseren Patienten eine überaus schonende Behandlung garantieren.

IPT - Low Dosis Chemo

Patienten mit einem Speicheldrüsenkarzinom können im Hyperthermie Zentrum Hannover erfolgreich mit der IPT behandelt werden, welche das Blutzucker-senkende-Hormon nutzt, um Medikamente besser in Tumorzellen zu schleusen. Da die entarteten Zellen des Speicheldrüsentumors einen höheren Grundumsatz haben als normale Körperzellen, sind sie bestrebt, Zucker nach einer Periode der Unterzuckerung schneller aufzunehmen. Der Mechanismus erfolgt über so genannte Rezeptoren. Da Zellen im Speicheldrüsentumor wesentlich mehr Rezeptoren besitzen als  normale Körperzellen, kann eine Chemotherapie somit effektiver auf die bösartigen Zellen wirken. In der Folge können die Dosierung der gängigen Chemotherapieprotokolle deutlich reduziert und damit die Nebenwirkungen deutlich vermindert werden.

Ozon-Therapie

Nach unseren Erfahrungen im Hyperthermie Zentrum Hannover sprechen unsere Patienten mit einem Speicheldrüsenkarzinom besonders gut auf die Ozon-Therapie an. Ozon ist ein dreiatomiges Sauerstoff-Molekül. Seine keimabtötende und desinfizierende Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Bei der Ozon-Behandlung macht man sich das akute Sauerstoffproblem der entarteten Zellen des Speicheldrüsentumors zunutze. Dem Patienten wird Blut aus der Vene abgenommen. Dieses Blut wird ungerinnbar gemacht und mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch vermengt. Das derart angereicherte Blut wird in die Vene zurückgeführt.

Gerson-Therapie

Die Ernährungstherapie nach Dr. Gerson zielt auf die Entgiftung des Körpers bei gleichzeitiger Zugabe von vielen frischen Nährstoffen, was für Patienten mit Speicheldrüsenkrebs besonders hilfreich ist. Sie beinhaltet neben speziellen Säften, die frisch und aufwendig zubereitet und regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden, im wesentlichen frisches, hochwertiges Obst und Gemüse. Dieses wird unter besonderer Berücksichtigung der darin enthaltenen Heilkraft zubereitet und teils als Frischkost, teils in speziellen Suppen oder schonend zubereitet und gedünstet. Die Gerson-Therapie ist natriumarm, eiweißarm und fettarm.

Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C

Im Hyperthermie Zentrum Hannover behandeln wir Patienten mit einem Speicheldrüsentumor erfolgreich mit hochdosiertem Vitamin C. Die sogenannte Ascorbinsäure ist das wohl bekannteste Vitamin – und das wichtigste Antioxidanz, d. h., es fängt schädliche freie Radikale im Körper ab und macht sie unschädlich – und schützt so die Zellen vor Entartung. Vitamin C ist aber auch unerlässlich für die Immunabwehr und für diverse Umbauprozesse im Körper. Wird Vitamin C in hochdosierter Form gegeben, kann die Behandlung des Speicheldrüsenkarzinoms positiv beeinflusst werden.

Procain-Basen-Infusion

Die Neuraltherapie geht davon aus, dass chronische Beschwerden durch fernliegende Störfelder verursacht werden. Dabei kann jede Stelle und jedes pathologisch veränderte Organ im Organismus zum Störfeld werden. Für die Behandlung auch von Speicheldrüsenkrebs wird ein schmerzstillendes, entzündungshemmendes Lokalanästhetikum in die gestörte Gewebestruktur, vorrangig in die Head-Zonen, injiziert und bewirkt eine Entlastung in der schmerzenden Körperzone und gleichzeitig in dem mit ihr korrespondierenden Organ – in diesem Falle der Speicheldrüsen.