Hodenkrebs

Der Hodenkrebs zeichnet sich bis auf wenige Ausnahmen durch zumeist bösartige Tumoren aus, die in der Regel von den Keimzellen ausgehen. Er zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen junger Männer, der Altersgipfel liegt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen ist der Hodenkrebs mit vier bis acht Erkrankungen pro 100.000 Männer eher selten. Er macht nur etwa ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore aus.

Leitsymptom des Hodentumors ist die langsam entstehende, schmerzlose Schwellung eines Hodens mit einer tastbaren Knotenbildung innerhalb des Hodens. Der Patient wird erst durch ein Schweregefühl im Hoden darauf aufmerksam. Auch Potenzprobleme und eine Vergrößerung der Brust (Gynäkomastie) können Hinweise auf Hodenkrebs sein. Bösartige Hodentumoren metastasieren häufig in die naheliegenden Lymphknoten, aber auch über die Blutbahn in Skelett, Leber und Lunge.

Bei der Untersuchung ist der Tumor als derber, meist nicht druckschmerzhafter Knoten tastbar. Weitere diagnostische Maßnahmen sind die Hodensonographie und eine Blutuntersuchung hinsichtlich spezifischer Tumormarker. Weitere diagnostische Möglichkeiten bieten die Computertomographie, die Urographie sowie Lymphographie, aber auch das Röntgen der Brust.

Alle Männer sollten bereits ab dem Jugendalter ihre Hoden einmal monatlich selbst untersuchen, am günstigsten in warmer Umgebung, da die Skrotalhaut dann erschlafft und Veränderungen besonders gut tastbar sind.
 

Im Hyperthermie Zentrum Hannover empfehlen wir für die Behandlung von Hodenkrebs folgende Therapien:

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Hodenkrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele der entarteten Keimzellen werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

IPT- Low Dosis Chemo

Patienten mit Hodenkrebs können im Hyperthermie Zentrum Hannover erfolgreich mit der IPT behandelt werden, welche das Blutzucker-senkende-Hormon nutzt, um Medikamente wie Chemotherapeutika besser in Tumorzellen zu schleusen. Da die entarteten Zellen des Hodenkarzionoms einen höheren Grundumsatz haben als normale Körperzellen, sind sie bestrebt, Zucker nach einer Periode der Unterzuckerung schneller aufzunehmen. Der Mechanismus erfolgt über so genannte Rezeptoren. Da Tumorzellen im Hoden wesentlich mehr Rezeptoren besitzen als  normale Körperzellen, kann eine Chemotherapie somit effektiver auf die bösartigen Zellen wirken. In der Folge können die Dosierung der gängigen Chemotherapieprotokolle deutlich reduziert und damit die Nebenwirkungen deutlich vermindert werden.