Gallenblasenkrebs

Gallenblasenkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Epithelgewebes der Gallenblase. Karzinome der Gallenwege, z. B. Gallengang- und Gallenblasenkarzinome, sind mit fünf Erkrankungen pro 100.000 Menschen insgesamt recht selten.

Gallenblasenkarzinome entstehen häufig bei Patienten mit Gallensteinen. Obwohl in 75 Prozent der Fälle gleichzeitig Gallenblasensteine vorliegen, gibt es bislang jedoch keinen Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang. Auch hat eine so genannte Porzellangallenblase ein höheres Risiko, bösartig zu entarten. Man unterscheidet die Tumore nach ihrer Zellart wie z. B. Adenokarzinome (Drüsengewebe), Siegelring Zellen, Sarkomazellen usw.

Die relativ spät auftretenden Symptome des Karzinoms sind ein langsam zunehmender und schmerzloser Ikterus (Gelbsucht), Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Die Gallenblasenkarzinome metastasieren frühzeitig in die Leber.

Zur Diagnosesicherung dient die Endoskopische Retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP). Dabei wird eine lange Spiegelsonde über die Speiseröhre in den Zwölffingerdarm eingeführt. Von dort aus wird in den Gallengang/die Gallenblase ein Kontrastmittel gespritzt. Durch die Röntgenaufnahme lassen sich so die Gallengänge und die Gallenblase genauer beurteilen. Auch mit Ultraschalluntersuchungen, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und ggf. PTC (die perkutane transhepatische Cholangiographie, ein röntgenologisches Verfahren) kann Gallenblasenkrebs diagnostiziert werden.
 

Empfohlene Therapien für die Behandlung von Gallenblasenkrebs:

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Gallenblasenkrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Zellen des Gallengang- bzw. Gallenblasengewebes werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Lokoregionale Hyperthermie

Bei Karzinomen in der Gallenblase empfiehlt sich auch die ausschließlich regional wirksame Hyperthermie, deren Effekt darin besteht, dass die betroffene Region schnell auf hohe Temperaturen (40 bis max. 44 °C) erwärmt wird. Durch diese Erhitzung wird das Immunsystem aktiviert. Zudem werden viele entartete Zellen des Gallenblasentumors geschädigt bzw. abgetötet. In unserer Praxis im Hyperthermie Zentrum Hannover bieten wir je nach Diagnose diese Teilkörper-Hyperthermie an, bei der gezielt nur geschädigtes bzw. entartetes Gewebe überwärmt wird, wodurch wir unseren Patienten eine überaus schonende Behandlung garantieren.

Photodynamische Therapie

Unseren Patienten mit Gallenblasenkrebs empfehlen wir im Hyperthermie Zentrum Hannover die photodynamischen Therapie (PDT), bei der gezielt kranke Zellen mit Licht zerstört werden. Bei dem Verfahren wird eine lichtaktivierbare Substanz (ein so genannter Photosensitizer – z.b: Chlorin E6) injiziert. Dies löst in Kombination mit Licht einer speziellen Wellenlänge in den kranken Zellen eine chemische Reaktion aus, die zum Zelltod führt. Das umliegende gesunde Gewebe wird geschont.

Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C

Im Hyperthermie Zentrum Hannover behandeln wir Patienten mit einem Gallenblasentumor erfolgreich mit hochdosiertem Vitamin C. Die sogenannte Ascorbinsäure ist das wohl bekannteste Vitamin – und das wichtigste Antioxidanz, d. h., es fängt schädliche freie Radikale im Körper ab und macht sie unschädlich – und schützt so die Zellen vor Entartung. Vitamin C ist aber auch unerlässlich für die Immunabwehr und für diverse Umbauprozesse im Körper. Wird Vitamin C in hochdosierter Form gegeben, kann die Behandlung des Gallenblasenkarzinoms positiv beeinflusst werden.

IPT - Low dosis Chemo

Patienten mit Gallenblasenkrebs können im Hyperthermie Zentrum Hannover erfolgreich mit der IPT behandelt werden, welche das Blutzucker-senkende-Hormon nutzt, um Medikamente wie Chemotherapeutika besser in Tumorzellen zu schleusen. Da die entarteten Zellen des Gallengangs bzw. der Gallenblase einen höheren Grundumsatz haben als normale Körperzellen, sind sie bestrebt, Zucker nach einer Periode der Unterzuckerung schneller aufzunehmen. Der Mechanismus erfolgt über so genannte Rezeptoren. Da die Tumorzellen des Gallenblasenkarzinoms wesentlich mehr Rezeptoren besitzen als  normale Körperzellen, kann eine Chemotherapie somit effektiver auf die bösartigen Zellen wirken. In der Folge können die Dosierung der gängigen Chemotherapieprotokolle deutlich reduziert und damit die Nebenwirkungen deutlich vermindert werden.