Mundhöhlenkrebs (Oropharynxkarzinom)

Metastasiertes Plattenepithelkarzinom mit einem zervikalen (Hals-) Lymphknoten. Die primäre Stelle ist wahrscheinlich Mund oder Rachen (oropharyngeal).

Alkohol und Tabak erhöhen das Risiko, ebenso wie das HPV-Virus. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Oropharynxkarzinome sind bösartige Schleimhauttumore, sie gehören zur Gruppe der Kopf-Hals-Karzinomen, bezeichnen aber eine Krebserkrankung des Mundrachens. Oropharynxkarzinome sind eine von den Tonsillen (Mandeln) ausgehende Tumorerkrankung. In der Diagnose unterscheidet man nach den Gewebearten: Tumore des Epithels (die Mehrzahl der Erkrankungen) und Tumore des Lymphgewebes und Speicheldrüsenkarzinome. Nach ihrer Lage unterscheidet man Tumore der Gaumenmandeln, des Zungengrundes und des Weichgaumens.

 

Während in den vergangenen Jahren eine Verringerung der Kopf-Hals-Karzinome verzeichnet wurde, so ist zurzeit weltweit ein Anstieg der Häufigkeit von Oropharynxkarzinomen zu verzeichnen.

Ursachen

Die meisten Patienten mit einem Oropharynxkarzinom waren viele Jahre kanzerogenen, also krebserzeugenden Stoffen ausgesetzt. Für Tabakkonsum in Form von Zigaretten, Pfeifentabak und Zigarren besteht eine unmittelbare Dosis-Wirkungs-Beziehung. Mundhöhlenkarzinome entwickeln sich in vielen Ländern parallel mit dem Tabakkonsum, dieser lässt das Risiko für eine Krebserkrankung im Hals- und Rachenraum erheblich ansteigen. So konnte bei 85 Prozent der an Kopf-Hals-Krebs erkrankten Patienten ein erhöhter Konsum von Alkohol und Tabak festgestellt werden. Auch genetische Anomalien und schlechte Ernährung kann die die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung erhöhen. 

 

Zunehmend werden auch Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) als Verursacher ausgemacht. Oropharynxkarzinome treten oftmals Jahre nach einer Infektion mit HPV auf. 

Symptome

Die Patienten klagen über Schluckbeschwerden und Halsschmerzen mit Ausstrahlung ins Ohr. Mundgeruch, Kieferklemme und Blut im Speichel können Anzeichen für einen Mundrachentumor sein, wie auch ein "Näseln" der Stimme.

 

Häufig geht die Erkrankung mit einer Schwellung der Halslymphknoten einher.

Empfohlene Therapien

Oropharynxkarzinome können häufig schon durch eine Spiegeluntersuchung diagnostiziert werden. In aller Regel erfolgt zusätzlich eine Panendoskopie des gesamten Rachenraums mit Intubationsnarkose. Dem Patienten werden dabei per Biopsie kleine Gewebeproben entnommen, die zur Absicherung der Diagnose feingeweblich untersucht werden. Um die Lage und Größe des Tumors festzustellen und für die Therapieplanung werden bildgebende Verfahren, wie Sonographie (Ultraschall), Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT), eingesetzt.

Die Behandlungsmöglichkeiten von  Größe, Lokalisation und Art des Tumors sowie die Beteiligung von umliegendem Gewebe zählen. Wie bei jeder anderen Krebsart wird die Behandlung individuell an den einzelnen Patienten angepasst.

Sehr gute Ergebnisse konnten wir bei der Behandlung der Oropharynxkarzinome mit der Photodynamischen Therapie (PDT) erzielen, unterstützt durch Ganzkörper,- oder Lokoregionale Hyperthermie.

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