Malignes Pleuramesotheliom

Mesotheliom-Prozess zur Asbestgrafik (Quelle: Shutterstock)

Definition

Als (Pleura-)Mesotheliom (asbestbedingter Lungenfellkrebs) wird eine bösartige, aggressiv wachsende (maligne) Krebserkrankung des Brustfells (Pleura) bezeichnet. Mesotheliome sind seltene und oft schwer zu diagnostizierende Bindegewebstumore im Bereich des Mesothels (der Deckzellenschicht, die besonders Brust- und Bauchhöhle auskleidet), vor allem der Pleura (Rippen- bzw. Brustfell).  

Formen, die primär im Mesothel des Bauchfells oder Herzbeutels auftreten, sind wesentlich seltener. Unbehandelt führt der Tumor innerhalb weniger Monate zum Tod.

Ursachen

Männer in Folge beruflicher Schadstoffexposition erkranken am häufigsten (Wahrscheinlichkeit ca. 1:1000). Nach aktuellen Erkenntnissen wird das Mesotheliom zumeist durch Asbesteinwirkung, Glasfaserstaub oder Toxikose durch Zigarettenrauch und andere exogene Schadstoffe hervorgerufen. Vor allem das Einatmen von Asbest­fasern ist heute für die meisten der neu diag­nosti­zierten Mesotheliome verant­wortlich. Zwar wurde Asbest 1993 in Deutschland verboten, diese Krebsart entwickelt sich jedoch so langsam (vom Asbestkontakt bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen durchschnittlich 40 Jahre), dass von weiteren Neuerkrankungen aufgrund von Asbest ausgegangen werden muss. Vor kurzem wurde eine genetische Disposition nachgewiesen. 

Symptome

Leitsymptome der Erkrankung sind hartnäckiger Husten, zunehmende Atemnot, starke Thoraxschmerzen und trotz Pleurapunktionen rasch nachlaufende Pleuraergüsse.

 

Die Symptome zeigen sich meist spät und entsprechen denen einer Pleuraerkrankung. 

Empfohlene Therapien

Die Diagnose erfolgt durch zytodiagnostische Untersuchungen aus Zellproben, die mittels Feinnadelbiopsie gewonnen werden, Histologie, Pleurabiopsie sowie radiologische Untersuchungen. Bei den Biopsien ist außerordentliche Vorsicht geboten – hier besteht natürlich eine erhebliche Gefahr der Streuung. Wegweisend ist oft die Thorakoskopie. Bevorzugt werden computertomografische (CT) Verfahren bei der Diagnose eingesetzt, um eine Metastasierung des Thorax, der Thoraxwand und der Lunge abzuklären. 

Studien haben den Nutzen einer Hyperthermie-Behandlung bei Pleuramesotheliomen festgestellt. Je nach Zustand des Patienten empfehlen wir den Behandlungsansatz der Ganzkörper-, oder Lokoregionalen Hyperthermie. 

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