Mesotheliom

Mesotheliome sind seltene und oft schwer zu diagnostizierende Bindegewebstumore im Bereich des Mesothels (der Deckzellenschicht, die besonders Brust- und Bauchhöhle auskleidet), vor allem der Pleura (Rippen- bzw. Brustfell). Formen, die primär im Mesothel des Bauchfells oder Herzbeutels auftreten, sind wesentlich seltener.

Das Pleuramesotheliom ist ungefähr tausendmal seltener als das Bronchialkarzinom, wobei Männer in Folge beruflicher Schadstoffexposition häufiger erkranken (Wahrscheinlichkeit ca. 1:1000). Nach aktuellen Erkenntnissen wird das Mesotheliom zumeist durch Asbesteinwirkung, Glasfaserstaub oder Toxikose durch Zigarettenrauch und andere exogene Schadstoffe hervorgerufen. Es steht in engem Zusammenhang mit einer Asbestose.

Leitsymptome der Erkrankung sind hartnäckiger Husten, zunehmende Atemnot, starke Thoraxschmerzen und trotz Pleurapunktionen rasch nachlaufende Pleuraergüsse. Die Symptome zeigen sich meist spät und entsprechen denen einer Pleuraerkrankung.

Die Diagnose erfolgt durch zytodiagnostische Untersuchungen aus Zellproben, die mittels Feinnadelbiopsie gewonnen werden, Histologie, Pleurabiopsie sowie radiologische Untersuchungen. Bei den Biopsien ist außerordentliche Vorsicht geboten – hier besteht natürlich eine erhebliche Gefahr der Streuung. Wegweisend ist oft die Thorakoskopie. Bevorzugt werden computertomografische (CT) Verfahren bei der Diagnose eingesetzt, um eine Metastasierung des Thorax, der Thoraxwand und der Lunge abzuklären.
 

Im Hyperthermie Zentrum Hannover empfehlen wir für die Behandlung von Mesotheliomen folgende Therapien:

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Mesotheliomen besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Zellen des Bindegewebes des Mesothels werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Lokoregionale Hyperthermie

Bei Mesotheliomen empfiehlt sich auch die ausschließlich regional wirksame Hyperthermie, deren Effekt darin besteht, dass die betroffene Region schnell auf hohe Temperaturen (40 bis max. 44 °C) erwärmt wird. Durch diese Erhitzung wird das Immunsystem aktiviert. Zudem werden viele entartete Zellen des Bindegewebes der Deckzellenschicht der Brust- bzw. Bauchhöhle geschädigt bzw. abgetötet. In unserer Praxis im Hyperthermie Zentrum Hannover bieten wir je nach Diagnose diese Teilkörper-Hyperthermie an, bei der gezielt nur geschädigtes bzw. entartetes Gewebe überwärmt wird, wodurch wir unseren Patienten eine überaus schonende Behandlung garantieren.

Gerson-Therapie

Die Ernährungstherapie nach Dr. Gerson zielt auf die Entgiftung des Körpers bei gleichzeitiger Zugabe von vielen frischen Nährstoffen, was für Patienten mit Mesotheliom besonders hilfreich ist. Sie beinhaltet neben speziellen Säften, die frisch und aufwendig zubereitet und regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden, im wesentlichen frisches, hochwertiges Obst und Gemüse. Dieses wird unter besonderer Berücksichtigung der darin enthaltenen Heilkraft zubereitet und teils als Frischkost, teils in speziellen Suppen oder schonend zubereitet und gedünstet. Die Gerson-Therapie ist natriumarm, eiweißarm und fettarm.

Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C

Im Hyperthermie Zentrum Hannover behandeln wir Patienten mit einem Mesotheliom erfolgreich mit hochdosiertem Vitamin C. Die sogenannte Ascorbinsäure ist das wohl bekannteste Vitamin – und das wichtigste Antioxidanz, d. h., es fängt schädliche freie Radikale im Körper ab und macht sie unschädlich – und schützt so die Zellen vor Entartung. Vitamin C ist aber auch unerlässlich für die Immunabwehr und für diverse Umbauprozesse im Körper. Wird Vitamin C in hochdosierter Form gegeben, kann die Behandlung des Bindegewebstumors positiv beeinflusst werden.