Medizinischer Aderlass gegen Bluthochdruck und Stoffwechselkrankheiten

Der Aderlass war bis ins 19. Jahrhundert hinein eine der häufigsten Therapien bei einer Vielzahl von Beschwerden. Sein Einsatz in der Schulmedizin ist selten geworden, doch seit kurzem erlebt diese klassische Ausleitungsmethode ein Revival.


Herzkreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Und 20 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Bluthochdruck - eine der Hauptursachen für Schlaganfälle und Infarkte. Ein wirksames, nebenwirkungsfreies Verfahren gegen Bluthochdruck ist der seit der Antike bekannte "Aderlass".


Unter Aderlass versteht man die Blutabnahme aus einer Vene zu therapeutischen Zwecken. Seine positiven Auswirkungen bei Bluthochdruck sind wissenschaftlich bewiesen: Jahr 2016 wurde an der Berliner Charité eine Studie durchgeführt, wie sich der Blutdruck verändert, sobald in regelmäßigen Zeitabschnitten Blut abgenommen wird. Die Studie wurde über ein Jahr lang durchgeführt und von einem Ärzteteam begleitet. Auffällig dabei war, je höher der Blutdruck bei den Patienten war, desto größer war der Effekt.


Der Aderlass war bereits vor etwa 3000 Jahren Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und des indischen Ayurveda. Auch der griechische Arzt Hippokrates (gestorben um 370 vor Christus) führte Aderlässe bei vielen Patienten durch. Im Mittelalter geriet die Anwendung in Verruf, zu oft und zu heftig wurde sie bei geschwächten Patienten eingesetzt, zudem wurden viel zu große Mengen Blut abgelassen.


Seit einigen Jahren erlebt der Aderlass ein echtes Revival. Nicht nur gegen Bluthochdruck, Stoffwechselkrankheiten, Diabetes, Hypertonie und menopausale Beschwerden wird er erfolgreich eingesetzt, sondern auch zur:


  • Entgiftung

  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte

  • bei Entzündungen

  • bei Krämpfe

  • bei Tinnitus

  • gegen Parasiten und Viren

  • bei Konzentrationsstörungen

  • bei Kopfschmerzen

  • bei Krampfadern

Durch die Entnahme von Blut bei einem Aderlass verändern sich seine Eigenschaften. Das Blut kann besser fließen und die Zellen im Körper wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgen. Durch den Blutverlust wird die Blutbildung blitzschnell zur Blutzell-Neubildung angeregt. Über Signalstoffe stimuliert der Aderlass auch die Regeneration im übrigen Körper. Jeder Ein Blutverlust ist für den Körper das Signal für eine "Gefahr", er versucht demnach sofort, den Blutverlust zu stoppen und verlorenes Blut wieder aufzufüllen. Dabei werden viele Organe aktiviert, die nötigen Befehle über Nerven und Signalstoffe vermittelt. Der gesamte Körper gerät in einen angeregten Zustand. Die Organe sind anschließend besser durchblutet, ebenso das Gehirn. Diese Anregung der Vitalität hilft auch bei großer, andauernder Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit.


Auch bei Patienten mit Übergewicht, oder Zuckerkrankheit sind Aderlässe sehr wirksam, eine Verbesserung der Blutzucker- oder Blutfett-Werte kann erreicht werden. Zudem kann die Gefahr eines Herzinfarktes verringert werden. Die Anregung der Lebenskraft hilft zum Beispiel bei andauernder Müdigkeit, Schlappheit, Schwächezuständen, Schlaflosigkeit und menopausalen Beschwerden, wie häufigen Schweißausbrüchen.


Die Durchführung


Nach einer Voruntersuchung (und je nach Vorgeschichte einem Bluttest) wird dem Patienten Blut über eine Vene entnommen, meist die Armvene in der Ellenbeuge. Bei einem "großen Aderlass" entnimmt der Arzt bis zu 500 Milliliter Blut, bei einem so genannten "kleinen Aderlass" werden 50 bis 150 Milliliter Blut entnommen. Über einen Schlauch fließt das Blut aus der Vene in ein Auffanggefäß. Diese komplett schmerzfreien Behandlung dauert rund fünf Minuten. Der Blutdruck des Patienten wird in der Zeit durchgängig überprüft.


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