Krebs-Immuntherapie - So wirken die neuen Immuntherapien im Kampf gegen den Krebs!

Das menschliche Immunsystem ist ein wahres Wunderwerk. Man kann es sich bildlich wie einen perfekt organisierten Verbund von Abwehrstationen, Organen, Zellen, Botenstoffen vorstellen. Ein ausgefeilter kriegerischer Abwehrplan, den sich kein Politiker ausdenken könnte, gegen feindliche Angriffe von außen. Die einzelnen Bestandteile des Systems kooperieren perfekt miteinander - wenn der Mensch gesund ist. Dann schützen sie den Körper vor Krankheitserregern, die ununterbrochen auf den Körper von außen einprasseln. Sie begleiten uns durchs Leben wie eine unsichtbare Schutzhülle.


Unser Immunsystem beruht auf der Fähigkeit, körperfremde und körpereigene Zellen zu unterscheiden. Diese Abwehrmechanismen gegen gefährliche und kranke Zellen versagen bei einer Krebserkrankung. Das Immunsystem ist plötzlich wie blind und das körpereigene Eliminierungssystem kann zwischen entarteten, kranken unbrauchbaren und gesunden Zellen nicht mehr unterscheiden. Das Tumorgewebe entstammt ja aus Zellen des eigenen Körpers, weshalb es für das Immunsystem so schwierig ist, den Tumor als Fremdkörper zu identifizieren. Dies wird umso schwieriger, da auch die Krebszellen gezielt und geschickt versuchen, einer Zerstörung durch das Abwehrsystem zu entkommen. Sie tarnen sich.


Um erkennbar zu sein, müssen Krebszellen müssen an ihrer Zelloberfläche Merkmale tragen (tumorassoziierte Antigene). Viele Tumorarten haben jedoch Strategien entwickelt, ihre bösartige Identität zu verschleiern indem sie beispielsweise die Antigene als körpereigen erscheinen lassen.

Hier setzt eine neue wichtige Säule der modernen Krebstherapie an: die Immuntherapie.

Bei diesem sehr vielversprechender neuer Ansatz werden sogenannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren aktiviert, die aktiv gegen die Tarnung der Krebszellen vorgehen und so das körpereigene Immunsystem anregen, das befallene Gewebe zu eliminieren.


Diese sogenannten Checkpoints sind vergleichbar mit Kontrollstationen des Immunsystems, die auf bestimmten Abwehrzellen sitzen. Sie sollen die Stärke der Abwehr kontrollieren. Sie agieren also wie eine Bremse. Das nützen Krebszellen geschickt aus. Hier aber setzen die Checkpoint-Inhibitoren ein. Die Blockade, die Bremse auf die sich die Krebszellen verlassen, wird durch die neuen Therapien gelöst, das Immunsystem kann "wieder sehen" und macht sich umgehend an die Vernichtung der Krebszellen. Nicht die Krebszellen selbst sollen also durch diese Therapie attackiert werden, sondern die Immunantwort der Checkpoints.


Ein weiterer Vorteil dieser Immuntherapie: während bei einer der klassischen Strahlen- und Chemotherapie auch das gesamte gesunde Gewebe zerstört wird, werden bei der Immuntherapie gesunde Zellen insgesamt weniger belastet. Die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren müssen wir uns wie eine starke Aktivierung des Immunsystems darstellen. Aber, trotz dieser massiven Aktivierung im Körper kommt es kaum zu Nebenwirkungen - im Gegenteil zur klassischen Strahlen- und Chemotherapie. Selten treten Hautausschläge oder leichte Entzündungen auf.

Unterstützende Misteltherapie


Neue Studien zeigen, wie erfolgreich das Immunsystem Krebszellen bekämpft, wenn erst einmal die richtigen Schalthebel in Bewegung gesetzt wurden. Tumore schrumpfen, die Lebenserwartung von Patienten mit hoffnungslosen Prognosen wächst. Und: die Lebensqualität dieser Patientinnen und Patienten verbessert sich ebenfalls. Hier setzt unterstützend die Misteltherapie an. Im Hyperthermie Zentrum Hannover erzielen wir seit über 30 Jahren große Erfolge bei der Behandlung unterschiedlichster Krebserkrankungen mit Mistelpräparaten.


Die Misteltherapie wurde vor 100 Jahren von anthroposophischen Ärzten in die Tumortherapie eingeführt. Inzwischen kann man also auf sehr lange Erfahrungswerte in der Behandlung von Tumorpatienten mit den traditionellen anthroposophischen Präparaten aufbauen. Sie gelten inzwischen als das am besten untersuchte Mittel aus dem Bereich der komplementären Krebsmedizin.


Misteltherapie bei Krebs


Studien weisen nach, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Mistelpräparate gegen bestimmte Tumore aktiv wirken. Hinzukommt, dass Mistelpräparate die Immunfaktoren günstig beeinflussen. Nachgewiesen wurde, dass die Misteltherapie eine drastische Verbesserung der Lebensqualität bewirken kann. Eine mit Mistelpräparaten unterstützende Immuntherapie regt also das Immunsystem an, den Tumor zu bekämpfen, sie stärkt das körpereigene System so, dass es nach einiger Zeit und im besten Verlauf wieder in der Lage ist die bösartigen Zellen von gesunden zu unterscheiden und zu bekämpfen. Krebszellen verlieren eine wichtige Überlebensstrategie und das Tumorwachstum kann eingedämmt werden.