Multiples Myelome

Ein multiples Myelom (oder auch: Plasmozytom, Kahler-Krankheit nach Otto Kahler, Huppert-Krankheit) ist eine Krebserkrankung des Knochenmarks. Sie ist gekennzeichnet durch bösartige Vermehrung Antikörper-produzierender Zellen, der Plasmazellen. Die entarteten Plasmazellen produzieren in der Regel Antikörper oder Bruchstücke davon. Da alle malignen (also bösartigen) Plasmazellen von einer gemeinsamen Vorläuferzelle abstammen, sind sie genetisch identisch (Zellklon) und produzieren identische (also monoklonale) Antikörper.

Das Ausmaß der Bösartigkeit kann sehr unterschiedlich sein und reicht von Krebsvorstufen über nur langsam voranschreitende Krankheitsverläufe bis zu hochmalignen, ohne Behandlung schnell zum Tod führenden Erkrankungen. Auffällig ist, dass das Plasmozytom vorwiegend bei Männern über 60 Jahren auftritt. Ungeklärt ist, warum das Plasmozytom heute etwa doppelt so häufig ist wie vor 30 Jahren.

Die Patienten klagen über Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust, häufig auch über Hinterkopfschmerz. Diagnoseweisend ist die Angabe von Knochenschmerzen (häufig »Kreuzschmerzen«), die im Gegensatz zum Schmerz bei Knochenmetastasen nicht nachts, sondern bei Bewegung zunehmen sowie das Auftreten von Spontanfrakturen. Durch die Wucherung der B-Zellen im Knochenmark kommt es zu einer Auflösung von Knochensubstanz und dadurch zu einem Stabilitätsverlust. Relativ häufig und typisch sind diese Herde im Schädelknochen, man spricht dann auch von einem »Schrotschussschädel«.

Kennzeichnend für das Multiple Myelom ist eine Proteinurie (Eiweiß im Urin) – was neben der vermehrten Ausscheidung von Calcium (Knochenabbau) langfristig zu einer Schädigung der Niere führen kann. Durch das verdrängende Wachstum im Knochenmark kann es zu einer Anämie, Leuko- und Thrombopenie kommen. Außerdem können eine erhöhte Infektanfälligkeit sowie Gerinnungsstörungen auftreten, die sich z. B. durch Hautblutungen oder vermehrtes Nasenbluten bemerkbar machen.

Die Diagnose wird durch Blutuntersuchung, Röntgen der großen Knochen und Knochenmarkpunktion gestellt.
 

Im Hyperthermie Zentrum Hannover empfehlen wir für die Behandlung von Multiplen Myelomen folgende Therapien:

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Krebserkrankungen des Knochenmarks besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Zellen des Knochenmarks werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Gerson-Therapie

Die Ernährungstherapie nach Dr. Gerson zielt auf die Entgiftung des Körpers bei gleichzeitiger Zugabe von vielen frischen Nährstoffen, was für Patienten mit Multiplen Myelomen besonders hilfreich ist. Sie beinhaltet neben speziellen Säften, die frisch und aufwendig zubereitet und regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden, im wesentlichen frisches, hochwertiges Obst und Gemüse. Dieses wird unter besonderer Berücksichtigung der darin enthaltenen Heilkraft zubereitet und teils als Frischkost, teils in speziellen Suppen oder schonend zubereitet und gedünstet. Die Gerson-Therapie ist natriumarm, eiweißarm und fettarm.

Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C

Im Hyperthermie Zentrum Hannover behandeln wir Patienten mit einer Krebserkrankung des Knochenmarks erfolgreich mit hochdosiertem Vitamin C. Die sogenannte Ascorbinsäure ist das wohl bekannteste Vitamin – und das wichtigste Antioxidanz, d. h., es fängt schädliche freie Radikale im Körper ab und macht sie unschädlich – und schützt so die Zellen vor Entartung. Vitamin C ist aber auch unerlässlich für die Immunabwehr und für diverse Umbauprozesse im Körper. Wird Vitamin C in hochdosierter Form gegeben, kann die Behandlung des Plasmozytoms positiv beeinflusst werden.