Multiples Myelom

Knochenmarksaspiratzytologie des multiplen Myeloms, einer Art von Knochenmarkkrebs maligner Plasmazellen, assoziiert mit Knochenschmerzen, Knochenbrüchen und Anämie. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Das multiple Myelom (oder auch: Plasmozytom, Kahler-Krankheit nach Otto Kahler, Huppert-Krankheit) ist eine Erkrankung des Knochenmarks und gehört zur Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Das Multiple Myelom ist selten, gehört aber zu den häufigsten Knochen- und Knochenmark-Tumoren.

 

Das multiple Myelom ist gekennzeichnet durch eine bösartige Vermehrung Antikörper-produzierender Zellen, der Plasmazellen. Die so entarteten Plasmazellen produzieren in der Regel Antikörper oder Bruchstücke davon. Da alle malignen (bösartigen) Plasmazellen von einer gemeinsamen Vorläuferzelle abstammen, sind sie genetisch identisch (Zellklon) und produzieren identische (monoklonale) Antikörper. Die Bildung normaler Antikörper wird so unterdrückt und der Patient anfälliger für Infektionen. 

Das Ausmaß und der Verlauf der Erkrankung kann sehr unterschiedlich sein und reicht von Krebsvorstufen über nur langsam voranschreitende Krankheitsverläufe bis zu hochmalignen, ohne Behandlung schnell zum Tod führenden, Erkrankungen. Auffällig ist, dass vorwiegend bei Männern über 60 Jahren erkranken.

Ursachen

Risikofaktoren für die Entstehung sind der Kontakt mit Insektiziden, Phenoxyherbiziden, Benzol, Schwermetallen und Asbest. Menschen, die ionisierender Strahlung ausgesetzt waren, haben ebenfalls ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Erstgradige Verwandte von Patienten haben ein erhöhtes Risiko ebenfalls zu erkranken. 

Symptome

Zu den Symptomen gehören Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust, häufig auch Hinterkopfschmerz. Diagnoseweisend ist die Angabe von Knochenschmerzen (häufig »Kreuzschmerzen«), die im Gegensatz zum Schmerz bei Knochenmetastasen nicht nachts, sondern bei Bewegung zunehmen, sowie das Auftreten von Spontanfrakturen. Durch die Wucherung der B-Zellen im Knochenmark kommt es zu einer Auflösung von Knochensubstanz und dadurch zu einem Stabilitätsverlust. Relativ häufig und typisch sind diese Herde im Schädelknochen, man spricht dann auch von einem "Schrotschussschädel".

Kennzeichnend für das Multiple Myelom ist eine Proteinurie (Eiweiß im Urin) – was neben der vermehrten Ausscheidung von Calcium (Knochenabbau) langfristig zu einer Schädigung der Niere führen kann. Durch das verdrängende Wachstum im Knochenmark kann es zu einer Anämie, Leuko- und Thrombopenie kommen. Außerdem können eine erhöhte Infektanfälligkeit, sowie Gerinnungsstörungen auftreten, die sich z. B. durch Hautblutungen oder vermehrtes Nasenbluten bemerkbar machen.

Empfohlene Therapien

Die Diagnose wird durch Blutuntersuchung, Röntgen der großen Knochen und Knochenmarkpunktion gestellt. Oft vergehen mehrere Monate zwischen den ersten Krankheitssymptomen und der Diagnosestellung. Eine Knochenmarkstransplantation kann in bestimmten Fällen angeraten sein.

 

Unterstützend und begleitend empfehlen wir einen Behandlungsplan, der den Körper, das Immunsystem und die Psyche stärkt. Ein Schwerpunkt könnte die Ganzkörper-Hyperthermie, eine Gerson-Therapie und Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C sein. 

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