Ozontherapie bei Krebs

Die Ozontherapie (auch Sauerstofftherapie oder Große Eigenblutbehandlung) ist eine intensive begleitenden Therapie bei einer ganzheitlich ausgerichteten Krebsbehandlung. Durch die Gabe von Ozon wird die Sauerstoffsättigung im Gewebe erhöht, was die gestörte Zellatmung reduziert und damit dem Krebsstoffwechsel entgegenwirkt. Zudem kann eine Ozon-Behandlung bei Patienten mit Tumoren, die sich als resistent gegen die Chemotherapie erwiesen haben, eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität bewirken.

 

Mit Ozon-Behandlungen in der biologischen Krebstherapie macht man sich das akute Sauerstoffproblem der Krebszellen zunutze: Die Anreicherung mit Ozon führt zu einer Sauerstoffsättigung im Gewebe, dies reduziert die gestörte Zellatmung und wirkt so dem Krebsstoffwechsel entgegen. Schnell wachsende Krebszellen sind gegen viele Stoffe empfindlich, so auch gegen aggressives Ozon. 

 

Ozon ist die energiereiche Form des Sauerstoffs (O2) und besteht aus drei Sauerstoffatomen (O3). In der Natur erfüllt Ozon eine ökologische Schutzfunktion in der Erdatmosphäre (Ozonschicht). Seine keimabtötende und desinfizierende Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Auch eine kurzzeitige Steigerung der Durchblutung gilt als erwiesen.  

 

Für die Behandlung werden 50 bis 100 ml Blut unter sterilen Bedingungen entnommen und nach Anreicherung mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch reinfundiert. 

 

Für die Therapie wird medizinisches Ozon aus reinem, medizinischen Sauerstoff auf dem Wege der stillen elektrischen Entladung erzeugt und als Ozon-Sauerstoff-Gemisch in exakter Konzentration und Dosierung eingesetzt. Der Konzentrationsbereich erstreckt sich von 1 bis 100 µg/ml entsprechend einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch von 0,05 Prozent Ozon und 99,95% Sauerstoff bis 5 Prozent Ozon mit 95% Sauerstoff. Da das Ozon-Molekül nicht stabil ist, wird medizinisches Ozon am Ort der Verwendung jeweils frisch hergestellt und verabreicht. Nach etwa einer Stunde liegt nur noch die Hälfte der Ausgangsmenge vor.

Die Behandlung dauert in der Regel etwa 20 Minuten, je nach Blutmenge und Punktierbarkeit der entsprechenden Venen oder einer möglichen Begleitmedikation kann sie bis zu 90 Minuten dauern. ACE-Hemmer erfordern wegen eines möglichen Blutdruckabfalls eine langsamere Re-Infusion.

 

Medizinisches Ozon hat eine stark ausgeprägte bakterientötende, pilztötende und vireninaktivierende Wirkung und findet daher einen breiten Anwendungsbereich zur Desinfektion von infizierten Wunden, aber auch bei bakteriell und virusbedingten Erkrankungen. Die durchblutungsfördernde Eigenschaft nutzt man nicht nur in der Krebstherapie, sondern auch bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen und zur Revitalisierung.

 

Im niedrig dosierten Konzentrationsbereich werden außerdem die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, d.h. das Immunsystem aktiviert. Immunzellen produzieren als Antwort auf ihre Aktivierung durch medizinisches Ozon spezifische Botenstoffe, die Zytokine (wie Interferone oder Interleukine), die andere Immunzellen informieren und so die gesamte Kaskade der Immunantwort in Gang setzen. 

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