Weichteilsarkom

Röntgen - Kniegelenk mit großer osteolytischer Läsion des medialen Aspekts des linken distalen Femurs mit Weichteilmasse und bösartigem Knochentumor, Osteosarkom wird vermutet. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Als Weichteilsarkome wird eine Gruppe bösartiger (maligner) Tumore (Sarkome) bezeichnet, die dem Weichteilgewebe des Körpers entspringen, dem Bindegewebe und der Muskulatur.

 

Es existieren über 50 verschiedene Arten von Weichteilsarkomen. Diese eher seltene Krebsart macht lediglich ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore im Erwachsenenalter aus. Bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren ist der Anteil jedoch relativ hoch, ein Weichteilsarkom bildet hier die vierthäufigste Gruppe an Tumorerkrankungen. 

 

Sarkome werden dem Gewebe zugeordnet, aus dem sie hervorgehen: Fettgewebe, Bindegewebe, Gefäße, Sehnen, Gelenkkapseln, Muskeln oder Nervenscheiden.

Typische Lokalisation eines Weichteilsarkoms sind die unteren Extremitäten. Etwa 60 Prozent aller Tumore finden sich in Armen oder Beinen. Ein Drittel der Sarkome entstehen im Rumpf. Vereinzelt finden sie sich auch im Hals- und Gesichtsbereich.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung eines Weichteilsarkoms sind noch immer weitgehend ungeklärt.

 

Chemische Kanzerogene können bei der Entstehung eine Rolle spielen. Weichteilsarkome finden sich oft auch im Rahmen von genetischen Erkrankungen, auch eine familiäre Disposition scheint gegeben zu sein, wenn auch nur in geringem Ausmaß.

Für die Entstehung des Kaposi-Sarkoms wird das humane Herpesvirus (HHV) 8 verantwortlich gemacht. Dieses entfaltet seine Wirkung am schnellsten in einem immungeschwächten Organismus (Patienten mit HIV-1).

Beobachtbar ist ein überzufällig häufiges Entstehen an Körperstellen mit einer voraus gegangen Gewebeverletzung. Man findet Sarkome gehäuft in der Nähe von Operations- oder Verbrennungsnarben und an Stellen vorausgegangener Gewebstransplantationen. Daneben besteht eine deutliche Assoziation mit Bestrahlung, z. B. nach Strahlentherapie oder radioaktiver Exposition.

Symptome

Das symptomatische Erscheinungsbild richtet sich nach der Lage des Sarkoms.  

 

Einige Weichteilsarkome fallen zunächst durch eine schmerzfreie Schwellung auf. Raumfordernde Tumoren können je nach Lage getastet werden. Häufig klagen Patienten über Schmerzen in den betroffenen Regionen. Dies beinhaltet ein lokales Druck- oder Zuggefühl. Die Funktion von Nachbarstrukturen der betroffenen Körperregion kann durch die Sarkome eingeschränkt sein.

 

Selten treten allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust auf. Aber auch neurologische Beschwerden durch das Einklemmen von Nerven, bzw. Durchblutungsstörungen durch Gefäßkompressionen kommen vor.  

Empfohlene Therapien

Grundsätzlich sollte jede neuentstandene Gewebsmasse, sofern sie nicht zwingend nichtmaligner Genese ist, einer Biopsie zugeführt werden. Mit Röntgen, Computertomographie, Kernspintomographie werden Sarkome schulmedizinisch diagnostiziert. Zur Differenzialdiagnose ist jedoch immer eine Biopsie erforderlich. 

Die Prognose hängt entscheidend davon ab, in welchem Erkrankungsstadium der Tumor entdeckt wurde, da Sarkome eine frühe Neigung zeigen über die Blutbahn zu streuen.

Ein ganzheitliches Behandlungskonzept kann die körperliche Beschwerden infolge von Operation, Bestrahlung oder nach einer Chemotherapie lindern. Unsere individuellen Behandlungsangebote sind auf die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität ausgerichtet, sie stärken die körpereigenen Kräfte und fördern so die Gesundung.
 

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