Prostatakarzinom

Der Prostatakrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung und geht vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) aus. Seit Jahren nimmt die Häufigkeit des Prostatakarzinoms kontinuierlich zu. Der Prostatakrebs gehört zu den meisten verbreiteten Krebserkrankungen des Mannes: Derzeit erkranken pro Jahr etwa 47 Männer pro 100.000 Männer neu am Prostatakarzinom. Betroffen sind vor allem Männer über 50 Jahre. Inzwischen erkrankt jeder zweite Mann über 70 Jahren an Prostatakrebs.

Die Symptome

Die Erkrankung ist im Frühstadium symptomlos. Im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden wie Blasenentleerungsstörungen, Knochenschmerzen und später Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten. Meist klagt der Patient auch dann erst über zunehmende Rückenschmerzen bzw. Symptome ähnlich denen der Prostatahyperplasie.

 

Wird die Diagnose erst gestellt, wenn bereits Symptome aufgetreten sind, hat häufig schon eine Metastasierung stattgefunden, vorrangig in die lokalen Lymphknoten oder in das Skelett (Knochenmetastasen). Meist kann der Arzt das Prostatakarzinom bei der rektalen Untersuchung als unregelmäßigen, fast steinharten Knoten tasten. Zur Diagnosesicherung dienen die Blutuntersuchung und die Biopsie.

 

Eine Behandlung mit Aussicht auf Heilung ist möglich, wenn das entartete Gewebe die Organgrenzen noch nicht überschritten hat und keine Metastasen vorliegen. Da es in der Regel erst bei fortgeschrittener Erkrankung zu Beschwerden kommt, wird in Deutschland eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung für Männer über 50 Jahren (ab dem 45. Lebensjahr für Männer mit positiver Familienanamnese) angeboten, um die Krebsdiagnose möglichst früh in einem noch heilbaren Stadium zu stellen.

Im Hyperthermie Zentrum Hannover empfehlen wir für die Behandlung des Prostatakarzinoms folgende Therapien:

 

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Prostatakrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Zellen des Prostatakarzinoms werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Lokoregionale Hyperthermie

Bei Prostatakrebs empfiehlt sich auch die ausschließlich regional wirksame Hyperthermie, deren Effekt darin besteht, dass die betroffene Region schnell auf hohe Temperaturen (40 bis max. 44 °C) erwärmt wird. Durch diese Erhitzung wird das Immunsystem aktiviert. Zudem werden viele entartete Zellen des Prostatakarzinoms geschädigt bzw. abgetötet. In unserer Praxis im Hyperthermie Zentrum Hannover bieten wir je nach Diagnose diese Teilkörper-Hyperthermie an, bei der gezielt nur geschädigtes bzw. entartetes Gewebe überwärmt wird, wodurch wir unseren Patienten eine überaus schonende Behandlung garantieren.

Ozon-Therapie

Nach unseren Erfahrungen im Hyperthermie Zentrum Hannover sprechen unsere Patienten mit einem Karzinom der Vorsteherdrüse besonders gut auf die Ozon-Therapie an. Ozon ist ein dreiatomiges Sauerstoff-Molekül. Seine keimabtötende und desinfizierende Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Bei der Ozon-Behandlung macht man sich das akute Sauerstoffproblem der entarteten Zellen des Prostatatumors zunutze. Dem Patienten wird Blut aus der Vene abgenommen. Dieses Blut wird ungerinnbar gemacht und mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch vermengt. Das derart angereicherte Blut wird in die Vene zurückgeführt.

Transurethrale Photodynamische Therapie (PDT)

Unseren Patienten mit Prostatakrebs empfehlen wir im Hyperthermie Zentrum Hannover die transurethrale Photodynamische Lasertherapie (PDT), bei der gezielt kranke Zellen mit Licht zerstört werden. Bei dem Verfahren wird eine lichtaktivierbare Substanz (ein so genannter Photosensitizer) injiziert. Dies löst in Kombination mit Licht einer speziellen Wellenlänge in den kranken Zellen eine chemische Reaktion aus, die zum Zelltod führt. Das umliegende gesunde Gewebe wird geschont.

Virentherapie

Für Patienten mit Prostatakrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Onkolytische Virotherapie darin, das diese mithilfe von Viren Krebszellen zerstört. Die Virotherapie besteht aus mehreren Injektionen gemäß einem vorher festgelegten Virotherapiebehandlungsplan, die im Hyperthermie Zentrum Hannover von Dr. Mohamed Ali Zayen als zertifizierten Spezialisten der Virotherapie RIGVIR® durchführen werden. Eine Virotherapie erfolgt ambulant und nach einem individuell ausgearbeiteten Behandlungsplan. Je länger eine RIGVIR® Virotherapie fortgeführt wird, desto größer werden die Intervalle.