Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Pankreas-Krebs-Konzept und Pankreas-Symbol für bösartige Tumore als Verdauungskörperteil mit Magenkreuzung mit einem bösartigen Tumorwachstum mit 3D-Illustrationselementen. (Quelle: Shutterstock)

Definition

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist eine endo- und exokrine Drüse. Sie bildet Verdauungsenzyme, die sie in den Zwölffingerdarm weiterleitet und Hormone, die direkt in das Blut übergehen. Bilden sich in der Bauchspeicheldrüse bösartige Tumore, so spricht man von Pankreaskrebs. Meist entstehen die Tumore im verdauungsenzymbildenden Bereich und in den innenliegenden Gängen des Organs. Pankreaskrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung. Betroffen sind in erster Linie Männer zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr.

Wenn in einem bildgebenden Verfahren eine Auftreibung der Bauchspeicheldrüse gefunden wird, handelt es sich häufig um einfache Zysten oder nach Entzündungen verbliebene Pseudozysten, die nur selten Symptome verursachen und meist keiner Behandlung bedürfen. Etwa 30 Prozent der bildgebenden nachgewiesenen Raumforderungen in der Bauchspeicheldrüse sind echte Tumoren (Gewebsneubildungen).

Pankreastumore werden nach der Verwandtschaft zum normalen Gewebe und nach dem Grad der Bösartigkeit (Malignität) eingeteilt. Drei Viertel der Tumoren entstehen im Pankreaskopf, dem am weitesten rechts, am Zwölffingerdarm gelegenen Anteil; 20 Prozent im mittleren Anteil (Korpus) und fünf Prozent im linksseitigen Ausläufer zur Milz hin, dem Pankreasschwanz.

Pankreaskrebs ist ausgesprochen aggressiv, widerstandsfähig gegen Medikamente, schnell resistent gegen Chemotherapie und streut früh in den Körper.

Ursachen

Eine genetische Disposition, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Diabetes mellitus mit zystischen Veränderungen, Adipositas und der langjährige Konsum von Tabak können bei der Erkrankung eine Rolle spielen.

Symptome

Die Patienten nehmen vorerst hauptsächlich unspezifische Beschwerden, wie z. B. einen Gewichtsverlust, Mattigkeit und Leistungsknick sowie Oberbauchbeschwerden und Verdauungsstörungen wahr. Zunehmend kommt es zu Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen und nachts stärker werden. Verlegt ein Karzinom die ableitenden Gallenwege, kommt es zu einem schmerzlosen Ikterus (Gelbsucht), zu wechselnder Stuhlfarbe und einer vergrößerten, nicht druckschmerzhaften Gallenblase.

Empfohlene Therapien

Sonographie, Computertomographie (CT), Feinnadelbiopsie und evtl. Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) sichern die Diagnose. Tumormarker dienen eher zur Verlaufsbeobachtung als zur eigentlichen Diagnosestellung.
 

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