Nierenzellkarzinom

Das Nierenzellkarzinom ist ein Tumor der Niere, das durch Entartung der Tubuluszellen in der Nierenrinde entsteht und etwa zwei Prozent aller bösartigen Tumoren bei Erwachsenen ausmacht. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 45. und dem 65. Lebensjahr. Derzeit erkranken jährlich etwa sechs bis sieben Menschen pro 100.000, häufiger Männer als Frauen.

Als Ursache für das Nierenzellkarzinom werden Zusammenhänge mit narbigen Veränderungen, übermäßiger Schmerzmittelkonsum und das Rauchen diskutiert.

Das Nierenzellkarzinom bereitet dem Patienten lange keine Beschwerden, so dass es oft erst in fortgeschrittenem Stadium erkannt wird. Klassische Symptome sind Blut im Urin (was für die Patienten schmerzlos ist) und Schmerzen im Nierenlager oder in der Flanke. Aber Achtung: Dies sind keine Früh-, sondern Spätsymptome! Bei einem Drittel der Patienten liegen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen vor!

Über die Hälfte der Nierentumoren macht sich durch Fremdsymptome bemerkbar wie Bluthochdruck und Rückenschmerzen oder Symptome bereits entstandener Metastasen in verschiedenen Organen. Verlegen Blutgerinnsel nach einer Tumorblutung den Harnleiter, kann auch eine Nierenkolik erstes Symptom sein. In späteren Stadien der Erkrankung berichtet der Patient über einen Leistungsknick, Gewichtsabnahme, Nachtschweiß und manchmal Fieberschübe.

Die Sonographie ist der erste Schritt zur genaueren Beurteilung der Niere. Mit ihrer Hilfe können auch Punktionen verdächtiger Raumforderungen in der Niere vorgenommen werden, die dann vom Pathologen histologisch beurteilt werden.

Eine i.v.-Urographie ist eine Röntgenaufnahme mit nierengängigem Kontrastmittel, die Aufschlüsse über einen behinderten Harnabfluss geben kann und die Funktion der gesunden Niere beurteilen lässt. Um die Ausbreitung des Tumors zu bestimmen, wird eine Computertomographie des Bauches durchgeführt. Mit Röntgenaufnahmen der Brust (Thorax) und ggf. einer Skelettszintigraphie und einer Gehirn-MRT (Kernspin) lassen sich mögliche Fernmetastasen nachweisen.
 

Im Hyperthermie Zentrum Hannover empfehlen wir für die Behandlung von Nierenzellkarzinomen folgende Therapien:

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Nierenzellkarzinom besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Tubuluszellen der Nierenrinde werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Lokoregionale Hyperthermie

Bei einem Nierenzellkarzinom empfiehlt sich auch die ausschließlich regional wirksame Hyperthermie, deren Effekt darin besteht, dass die betroffene Region schnell auf hohe Temperaturen (40 bis max. 44 °C) erwärmt wird. Durch diese Erhitzung wird das Immunsystem aktiviert. Zudem werden viele entartete Tubuluszellen der Nierenrinde geschädigt bzw. abgetötet. In unserer Praxis im Hyperthermie Zentrum Hannover bieten wir je nach Diagnose diese Teilkörper-Hyperthermie an, bei der gezielt nur geschädigtes bzw. entartetes Gewebe überwärmt wird, wodurch wir unseren Patienten eine überaus schonende Behandlung garantieren.

Gerson-Therapie

Die Ernährungstherapie nach Dr. Gerson zielt auf die Entgiftung des Körpers bei gleichzeitiger Zugabe von vielen frischen Nährstoffen, was für Patienten mit Nierenzellkarzinom besonders hilfreich ist. Sie beinhaltet neben speziellen Säften, die frisch und aufwendig zubereitet und regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden, im wesentlichen frisches, hochwertiges Obst und Gemüse. Dieses wird unter besonderer Berücksichtigung der darin enthaltenen Heilkraft zubereitet und teils als Frischkost, teils in speziellen Suppen oder schonend zubereitet und gedünstet. Die Gerson-Therapie ist natriumarm, eiweißarm und fettarm.

Virentherapie

Für Patienten mit einem Nierenzellkarzinom besteht der heilungsfördernde Effekt der Onkolytische Virotherapie darin, das diese mithilfe von Viren Krebszellen zerstört. Die Virotherapie besteht aus mehreren Injektionen gemäß einem vorher festgelegten Virotherapiebehandlungsplan, Hyperthermie Zentreum Hannover von Dr. Mohamed Ali Zayen als zertifizierten Spezialisten der Virotherapie RIGVIR® durchführen werden. Eine Virotherapie erfolgt ambulant und nach einem individuell ausgearbeiteten Behandlungsplan. Je länger eine RIGVIR® Virotherapie fortgeführt wird, desto größer werden die Intervalle.