Myelodysplastisches Syndrom

Myelodysplastisches Sydrome (mit Kupferring) (Quelle: Shutterstock)

Definition

Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist ein Überbegriff verschiedener Knochenmarkserkrankungen, die vorwiegend bei Patienten im zweiten Lebensabschnitt auftreten. Unter MDS werden Symptome zusammengefasst, die nicht in andere Krebsarten, wie beispielsweise Leukämie, "passen". Die einzelnen Formen unterscheiden sich jedoch stark hinsichtlich ihres Verlaufs und der Behandlungsmöglichkeiten.

 

In dieser Gruppe von Erkrankungen des Knochenmarks geht die Blutbildung nicht von gesunden, sondern von genetisch veränderten Ursprungszellen (Stammzellen) aus, es werden zu wenig funktionstüchtige Blutzellen gebildet. Der Körper von Patienten, die an myelodysplastischen Syndromen leiden, ist nicht mehr in der Lage, aus diesen Stammzellen vollständig reife und funktionstüchtige Blutzellen zu bilden. Das myelodysplastische Syndrom ist außerdem eine "Nebenwirkung" mehrerer Medikamente wie z. B. Zytostatika.

In fortgeschrittenen Stadien dieser Erkrankungen werden immer mehr unreife Blutzellen produziert. Der Blutbildungsprozess ist nachhaltig gestört und kann bei manchen Patienten zu einem späteren Zeitpunkt auch zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) führen. 

Der Hb-Wert und der Hämatokrit, der Messwert für die Verteilung der festen und flüssigen Bestandteile, gehen dramatisch zurück. Man versucht, dies entweder durch meist wöchentliche oder vierzehntägliche Bluttransfusionen oder durch einmal wöchentliches Spritzen von Erythropoetin aufzuhalten.

Gleichzeitig geht auch die Zahl der Thrombozyten, die für die Blutgerinnung mitverantwortlich sind, und die Zahl der Leukozyten, der für die Immunabwehr zuständigen weißen Blutkörperchen, deutlich zurück.

Ursachen

Die Ursachen bleiben meist ungeklärt. Die Forschung geht von im Laufe des Lebens erworbenen genetischen Veränderungen der blutbildenden Zellen im Knochenmark aus.

Symptome

Eine endgültige Diagnose kann nur durch das Mikroskop geschehen. Hierbei werden Ausstriche des Knochenmarks oder Stanzbiopsien benötigt. Zwar findet man im Blut oftmals eine Verminderung von Blutzellen, doch viele Patienten haben keinerlei Symptome. 

 

Mögliche Symptome des gestörten Bluthaushaltes sind Blutarmut, leichte Blutungsneigung oder eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Im weiteren Krankheitsverlauf entstehen am ganzen Körper, vom Gesichtsbereich bis zu den Füßen, Hämatome. Weiterhin sind Betroffene extrem anfällig für Infektionen aller Art und müssen Menschenansammlungen unbedingt meiden.

Im Krankheitsverlauf kommt es immer häufiger zu plötzlichen Blutungen im Zahnfleischbereich, in der Nase und − besonders gefährlich − im Magen und im Darm.

Empfohlene Therapien

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