Magenkrebs

Magenkrebs ist ein epithelialer Tumor der Magenschleimhaut. Derzeit werden etwa 19.000 Neuerkrankungen pro Jahr verzeichnet. Man unterscheidet vor allem das Frühkarzinom, welches nur die Schleimhaut befällt und das fortgeschrittene Karzinom, das auch in die Muskelschichten infiltriert.

Zu den bekannten Risikofaktoren zählen Magen-Vorerkrankungen (z. B. chronische Gastritis oder eine operative Magenteilentfernung). Aber auch Tabakrauch oder Nitrosamine in der Nahrung (z. B. in Fleisch- und Wurstwaren) sowie die Besiedelung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori können eine Erkrankung fördern. Auch eine familiäre Disposition und die Nationalität (möglicherweise ernährungsbedingt) können eine Rolle spielen.

Das Magenkarzinom bereitet dem Patienten lange Zeit keine oder kaum Beschwerden (»empfindlicher Magen«). Meist klagen die Kranken erst in späten Stadien über Gewichtsabnahme, Leistungsknick, Schmerzen, Übelkeit und evtl. Abneigung gegenüber bestimmten Speisen (häufig Fleisch und Wurst).

Chronische Blutverluste (Teerstuhl) können zu einer Anämie mit entsprechender Symptomatik führen. Ebenfalls können als unspezifische Hinweise eine erhöhte Blutkörperchensenkung sowie in späteren Stadien Lymphknotenschwellungen durch Metastasen vorliegen.

An erster Stelle der Diagnostik steht die Gastroskopie mit Gewebeentnahme. Endosonographie, Oberbauch-Sonographie, Computertomographie des Abdomens, Knochenszintigramm und Röntgenaufnahme des Thorax dienen der Bestimmung der Tumorausdehnung und der Metastasensuche.
 

Empfohlene Therapien für die Behandlung von Magenkrebs:

Photodynamische Therapie

Unseren Patienten mit Magenkrebs empfehlen wir im Hyperthermie Zentrum Hannover die photodynamischen Therapie (PDT), bei der gezielt kranke Zellen mit Licht zerstört werden. Bei dem Verfahren wird eine lichtaktivierbare Substanz (ein so genannter Photosensitizer – hier: Chlorin) injiziert. Dies löst in Kombination mit Licht einer speziellen Wellenlänge in den kranken Zellen eine chemische Reaktion aus, die zum Zelltod führt. Das umliegende gesunde Gewebe wird geschont.

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Magenkrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Zellen der Magenschleimhaut werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Lokoregionale Hyperthermie

Bei Magenkrebs empfiehlt sich auch die ausschließlich regional wirksame Hyperthermie, deren Effekt darin besteht, dass die betroffene Region schnell auf hohe Temperaturen (40 bis max. 44 °C) erwärmt wird. Durch diese Erhitzung wird das Immunsystem aktiviert. Zudem werden viele entartete Zellen der Magenschleimnhaut geschädigt bzw. abgetötet. In unserer Praxis im Hyperthermie Zentrum Hannover bieten wir je nach Diagnose diese Teilkörper-Hyperthermie an, bei der gezielt nur geschädigtes bzw. entartetes Gewebe überwärmt wird, wodurch wir unseren Patienten eine überaus schonende Behandlung garantieren.

IPT - Low Dosis Chemo

Patienten mit Magenkrebs können im Hyperthermie Zentrum Hannover erfolgreich mit der IPT behandelt werden, welche das Blutzucker-senkende-Hormon nutzt, um Medikamente besser in Tumorzellen zu schleusen. Da die entarteten Zellen der Magenschleimhaut einen höheren Grundumsatz haben als normale Körperzellen, sind sie bestrebt, Zucker nach einer Periode der Unterzuckerung schneller aufzunehmen. Der Mechanismus erfolgt über so genannte Rezeptoren. Da Tumorzellen in der Magenschleimhaut wesentlich mehr Rezeptoren besitzen als  normale Körperzellen, kann eine Chemotherapie somit effektiver auf die bösartigen Zellen wirken. In der Folge können die Dosierung der gängigen Chemotherapieprotokolle deutlich reduziert und damit die Nebenwirkungen deutlich vermindert werden.

Gerson-Therapie

Die Ernährungstherapie nach Dr. Gerson zielt auf die Entgiftung des Körpers bei gleichzeitiger Zugabe von vielen frischen Nährstoffen, was für Patienten mit Magenkrebs besonders hilfreich ist. Sie beinhaltet neben speziellen Säften, die frisch und aufwendig zubereitet und regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden, im wesentlichen frisches, hochwertiges Obst und Gemüse. Dieses wird unter besonderer Berücksichtigung der darin enthaltenen Heilkraft zubereitet und teils als Frischkost, teils in speziellen Suppen oder schonend zubereitet und gedünstet. Die Gerson-Therapie ist natriumarm, eiweißarm und fettarm.

Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C

Im Hyperthermie Zentrum Hannover behandeln wir Patienten mit Magenkrebs erfolgreich mit hochdosiertem Vitamin C. Die sogenannte Ascorbinsäure ist das wohl bekannteste Vitamin – und das wichtigste Antioxidanz, d. h., es fängt schädliche freie Radikale im Körper ab und macht sie unschädlich – und schützt so die Zellen vor Entartung. Vitamin C ist aber auch unerlässlich für die Immunabwehr und für diverse Umbauprozesse im Körper. Wird Vitamin C in hochdosierter Form gegeben, kann die Behandlung von Magenkrebs positiv beeinflusst werden.

Virentherapie

Für Patienten mit Magenkrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Onkolytische Virotherapie darin, das diese mithilfe von Viren Krebszellen zerstört. Die Virotherapie besteht aus mehreren Injektionen gemäß einem vorher festgelegten Virotherapiebehandlungsplan, Hyperthermie Zentrum Hannover von Dr. Mohamed Ali Zayen als zertifizierten Spezialisten der Virotherapie RIGVIR® durchführen werden. Eine Virotherapie erfolgt ambulant und nach einem individuell ausgearbeiteten Behandlungsplan. Je länger eine RIGVIR® Virotherapie fortgeführt wird, desto größer werden die Intervalle.