Larynxkarzinom (Kehlkopfkrebs)

Das Larynxkarzinom stellt eine bösartige epitheliale Neubildung von Zellen dar, die vom Kehlkopf (Larynx) ausgehen. Kehlkopfkrebs ist einer der häufigsten Tumoren im Kopf-Hals-Bereich. Vorwiegend betroffen sind Männer nach dem 60. Lebensjahr. Männer sind zehnmal häufiger betroffen als Frauen. Bemerkenswert ist, dass in den letzten Jahren – wie auch beim Bronchialkarzinom – der Anteil der weiblichen Patienten jedoch deutlich zugenommen hat.

Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung dieses Tumors sind ein langjähriger und hoher Nikotin- und Alkoholkonsum. Weitere Ursachen können Viren und Umweltgifte wie Asbest sein. Erbliche Veranlagung kann die Erkrankung begünstigen.

Die Patienten klagen über Heiserkeit, Schluckstörungen, Fremdkörpergefühl, Husten (auch mit Blutbeimengung) und Schmerzen. In fortgeschrittenen Stadien können evtl. vergrößerte, derbe Lymphknoten am Hals zu tasten sein.

Bei Verdacht auf ein Kehlkopfkarzinom sollte zur weiteren Diagnostik eine Laryngoskopie (Kehlkopfspiegelung), eine Computer- bzw. Magnetresonanztomographie oder ggf. eine Lymphknotenbiopsie veranlasst werden.

Oft wird der Kehlkopf chirurgisch ganz oder teilweise entfernt. Die Entfernung des gesamten Kehlkopfes (Laryngektomie) hat für den Patienten erhebliche Konsequenzen: Neben dem Verlust der Stimme treten durch die Trennung von Luft- und Speiseweg Verkrustungen der Nasenschleimhaut auf, so dass es zu Geruchsstörungen kommt.
 

Empfohlene Therapien für die Behandlung von Kehlkopfkrebs:

Ganzkörper-Hyperthermie

Für Patienten mit Kehlkopfkrebs besteht der heilungsfördernde Effekt der Ganzkörper-Hyperthermie darin, dass wir den Organismus sehr schnell auf hohe Temperaturen bringen können (bis max. 40,5°). Durch diese schnelle und hohe Erwärmung wird nicht nur das Immunsystem aktiviert, sondern viele entartete Zellen des Kehlkopfes werden durch die Höhe und das schnelle Anfluten von Wärme abgetötet. Neben der Schädigung oder Beseitigung der Krebszellen aktiviert die Ganzkörper-Hyperthermie das Immunsystem enorm und belastet den Organismus nicht. Es wird eine Immunkaskade ausgelöst, bei der sich die weißen Blutkörperchen stark vermehren und aktivieren.

Photodynamische Therapie

Unseren Patienten mit Larynxkarzinom empfehlen wir im Hyperthermie Zentrum Hannover die photodynamischen Therapie (PDT), bei der gezielt kranke Zellen mit Licht zerstört werden. Bei dem Verfahren wird eine lichtaktivierbare Substanz (ein so genannter Photosensitizer – hier: Chlorin) injiziert. Dies löst in Kombination mit Licht einer speziellen Wellenlänge in den kranken Zellen eine chemische Reaktion aus, die zum Zelltod führt. Das umliegende gesunde Gewebe wird geschont.

Lokoregionale Hyperthermie

Bei Kehlkopfkrebs empfiehlt sich auch die ausschließlich regional wirksame Hyperthermie, deren Effekt darin besteht, dass die betroffene Region schnell auf hohe Temperaturen (40 bis max. 44 °C) erwärmt wird. Durch diese Erhitzung wird das Immunsystem aktiviert. Zudem werden viele entartete Zellen des Kehlkopftumors geschädigt bzw. abgetötet. In unserer Praxis im Hyperthermie Zentrum Hannover bieten wir je nach Diagnose diese Teilkörper-Hyperthermie an, bei der gezielt nur geschädigtes bzw. entartetes Gewebe überwärmt wird, wodurch wir unseren Patienten eine überaus schonende Behandlung garantieren.

Gerson-Therapie

Die Ernährungstherapie nach Dr. Gerson zielt auf die Entgiftung des Körpers bei gleichzeitiger Zugabe von vielen frischen Nährstoffen, was für Patienten mit Kehlkopfkrebs besonders hilfreich ist. Sie beinhaltet neben speziellen Säften, die frisch und aufwendig zubereitet und regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden, im wesentlichen frisches, hochwertiges Obst und Gemüse. Dieses wird unter besonderer Berücksichtigung der darin enthaltenen Heilkraft zubereitet und teils als Frischkost, teils in speziellen Suppen oder schonend zubereitet und gedünstet. Die Gerson-Therapie ist natriumarm, eiweißarm und fettarm.

Procain-Basen-Infusion

Die Neuraltherapie geht davon aus, dass chronische Beschwerden durch fernliegende Störfelder verursacht werden. Dabei kann jede Stelle und jedes pathologisch veränderte Organ im Organismus zum Störfeld werden. Für die Behandlung auch von Kehlkopfkrebs wird ein schmerzstillendes, entzündungshemmendes Lokalanästhetikum in die gestörte Gewebestruktur, vorrangig in die Head-Zonen, injiziert und bewirkt eine Entlastung in der schmerzenden Körperzone und gleichzeitig in dem mit ihr korrespondierenden Organ – in diesem Falle des Kehlkopfes.