Harnblasenkarzinom

Harnblasenkarzinome sind bösartige Tumoren des Urogenitalsystems. Derzeit erkranken etwa 20 Menschen pro 100.000. Dabei spielt das Alter eine große Rolle, da es bei unter 20-jährigen Menschen nur 0,2 und bei über 80-Jährigen über 200 Fälle pro 100.000 sind.

Als ursächlich für die Entstehung von Blasenkrebs gelten chronische Entzündungen (einschließlich Parasiteninfektionen), Tabakkonsum, die Aufnahme bestimmter chemischer Substanzen (beispielsweise aromatische Amine und 2-Naphthylamin). In zahlreichen Berufen ist der Kontakt zu solchen krebsverursachenden Stoffen möglich und Blasenkrebs als Berufskrankheit anerkannt. Dazu zählen Arbeiter in der Chemie-, Stahl- und Lederindustrie, Automechaniker sowie Zahntechniker und Friseure. Aber auch Strahlentherapie, abwehrunterdrückende Medikamente und künstliche Süßungsmittel können Blasenkrebs verursachen.

Das klassische Symptom des Blasenkrebses ist die Beimengung von Blut im Urin, ohne dass dabei Schmerzen auftreten. Dies kann mit bloßem Auge erkennbar sein oder auch nur im Labor bei einer Untersuchung des Urins auffällig werden. Der Tumor kann in seltenen Fällen auch Schmerzen verursachen, wenn durch geronnenes Blut die Harnröhre verstopft wird.

Im Spätstadium kann es durch einen großen Tumor zu einem Harnstau oder einer Nierenstauung kommen (wenn der Tumor den Blasenaus- oder -eingang verlegt) und damit verbunden zu Schmerzen im Bereich der Harnblase oder den Flanken. Falls Knochenmetastasen vorliegen, machen sich diese häufig durch Schmerzen der betroffenen Skelettanteile bemerkbar.

Die Heilungsaussichten sind bei früh entdecktem Krebsleiden gut. Bei bereits ausgedehnter Erkrankung mit dem Vorliegen von Metastasen ist keine ursächliche Heilung mehr möglich.

Empfohlene Therapien für die Behandlung von Harnblasenkarzinom:

Therapiekombination aus PDT und Hypericin

Die Therapiekombination aus PDT (Photodynamische Lasertherapie) mit Hypericin (einer lichtempfindliche Substanz aus Johanniskraut) oder alternativ 5-Aminolävulinsäure, gefolgt von der intravesikale Therapie des Harnblasenkarzinoms mit einem natürlichen Immunotherapeuticum. Die Wirkung wird von einer anschließenden einstündigen Behandlung lokaler Hyperthermie ergänzt.

Die photodynamische Therapie (PDT) ist ein hochwirksamer Ansatz zur Behandlung von Krebs. Die mutierten Zellen werden so mit Licht bestrahlt, dass eine chemische Reaktion einsetzt, die zur Zerstörung dieser Zellen beiträgt. Bewährt hat sich diese kombinierte Behandlung als äußerst effektives Immuntherapeutikum und Rezidivprophylaxe.