Fibromyalgie

Fibromyalgie (eigentlich: Fibromyalgie-Syndrom) ist ein Symptomen-Komplex mit mechanisch nicht erklärbarer Schmerzsymptomatik.

Der Faser-Muskel-Schmerz ist eine chronische und in der Regel unheilbare Erkrankung. Sie ist durch weit verbreitete Schmerzen mit wechselnder Lokalisation in der Muskulatur und um die Gelenke, durch Rückenschmerzen und auch Druckschmerzempfindlichkeit charakterisiert. Vom Fibromyalgie-Syndrom sind mehrheitlich Frauen betroffen. Es tritt meist zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr auf. Die Ursache ist unklar; eine Störung schmerzverarbeitender Systeme im zentralen Nervensystem mit der Folge einer erniedrigten Schmerzschwelle wird diskutiert.

Typisch für die Fibromyalgie sind druckschmerzhafte Sehnenansätze und Muskeln (so genannte tenderpoints) und vegetative Störungen, wie Morgensteifigkeit, allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schlafstörungen. Zu den häufig vorzufindenden Begleitsymptomen gehören Schwellungsgefühle in den Händen, Füßen oder dem Gesicht, Reizdarm, Reizmagen, Kopfschmerzen, Trockenheit bzw. Überempfindlichkeit der Schleimhäute. Die Beschwerden verstärken sich durch körperliche Überlastung, aber auch durch völlige Ruhe sowie durch Stress und Kälte. Eine Neigung zu Depressionen, Ängsten sowie Kontaktstörungen lässt sich in einigen Fällen beobachten.

Die Diagnose basiert auf dem klinischen Befund der Druckschmerzpunkte: 11 von 28 müssen positiv sein. Organ- und Gewebeschäden sind bisher nicht nachweisbar. Laborwerte wie BSG, Rheumafaktor und antinukleäre Antikörper sind normal. Bei älteren Patientinnen ist gelegentlich eine Besserung der Beschwerden zu beobachten. Allerdings sind auch chronische Krankheitsverläufe bis zur Invalidisierung möglich.