
ÜBER DEN KREBS
Was ist Krebs?
Was bei der Entstehung von Krebs im Einzelnen geschieht, ist noch nicht restlos geklärt. Dennoch haben die verschiedenen Erscheinungsformen von Krebs eines gemeinsam: Sie entstehen ausnahmslos dann, wenn das Erbgut normaler Zellen geschädigt ist. Diese Schädigungen oder Mutationen häufen sich in der Regel über längere Zeiträume hinweg. Sie können vererbt sein oder sie werden im Laufe des Lebens erworben. Die meisten dieser Schäden sind zunächst harmlos und beeinträchtigen die Funktion der Zelle kaum. Sie können meist durch das zelleigene Reparatursystem behoben werden. Für die Reparatur und notfalls das Abtöten der geschädigten Zelle sorgen Kontrollgene. Erst wenn diese auch geschädigt sind, wird es ernster und Krebs kann entstehen.
Die Mutationen und Veränderungen bei Krebs bewirken, dass betroffene Zellen den Gesetzen der Gewebeerneuerung nicht mehr gehorchen. Normalerweise leben die etwa 30 Billionen Zellen eines gesunden menschlichen Körpers in einer komplexen Gemeinschaft, in der jede Zelle ihren bestimmten Platz hat.
Unser Organismus besitzt eine Anzahl von Geweben, Blut, Haut und Schleimhäute, die sich innerhalb weniger Wochen auf exakt kontrollierte Weise ständig erneuern. Zellen, die an diesen Prozessen teilnehmen, können Erbschäden erkennen und wenn nötig auch reparieren oder, falls dies nicht gelingt, zur Not sogar ein „Selbstmordprogramm“, auslösen. Diese so genannte Apoptose ermöglicht es dem Organismus, eine Zelle so zu vernichten, dass weder benachbarte Zellen, noch entzündliche Prozesse im Gewebe ausgelöst werden und damit auch kein Tumor entsteht.
Ganz anders die Krebszellen: Weil ihr Kontrollmechanismus durch die genetische Veränderung durchbrochen ist, können sie Mutationen (z. B. Tumor-Bildung) in der Regel nicht mehr reparieren und umgehen daher auch die Notreaktion, um sich unkontrolliert zu vermehren.
Noch problematischer ist das ausgesprochen „unsoziale“ Verhalten, das Krebszellen sich als Folge gehäufter Mutationen aneignen. Sie sind regelrechte „Revoluzzer“ und fügen sich nicht mehr in die Zellgemeinschaft. Sie infiltrieren das umliegende Gewebe und die Blutgefäße und bilden Ableger, die so genannten Metastasen (abgelöste Krebszellen vom ursprünglichen Tumor), in Organen wie Lunge, Leber Gehirn und Knochen. Diese Metastasen sind es, die im Verlauf einer Krebserkrankung lebensbedrohlich werden.
Weil Krebszellen körpereigene Zellen sind, gegen die der Körper nicht sofort Alarm schlägt, bleiben Krebserkrankungen (z. B. ein Tumor) im Anfangsstadium oft unbemerkt und verursachen erst im fortgeschrittenen Zustand Krankheitssymptome.
Die sechs Wirkungsmechanismen von Krebs:
- anarchisches Wachstum: Krebszellen können sich auch ohne chemische Signale reproduzieren.
- Gehorsamsverweigerung gegenüber dem Befehls- und Wachstumsstopp, den die Nachbarzellen ausgeben, wenn sie die dem Gewebe drohende Gefahr erkennen.
- Verweigerung des Zellmordes durch Apoptose: Die Kontroll- und Schutzmechanismen der Zelle werden ausgeschaltet.
- Fähigkeit zur Bildung neuer Blutgefäße durch Angiogenese (Neubildung von Gefäßen): dadurch wird die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, die für das Krebszellenwachstum lebensnotwendig sind, gesichert.
- Unsterblichkeit: die Aneignung all dieser Merkmale führt dazu, dass die Krebszellen unsterblich und zur unbegrenzten Reproduktion fähig werden.
- Fähigkeit, in andere Gewebe des Organismus einzudringen und sie zu besiedeln, zunächst noch räumlich begrenzt, dann in Form von Metastasen.
Die Risikofaktoren für Krebs
Die Ursachen für Krebserkrankungen sind bisher nicht eindeutig zu benennen. Dennoch gibt es viele Risikofaktoren, welche die Bildung von Krebszellen fördern können:
Veranlagung:
Vieles deutet darauf hin, dass beispielsweise Schäden an den Kontrollgenen schon bei den Eltern oder Großeltern vorhanden sind und an die Kinder weiter vererbt werden. Das bedeutet, dass diese Kinder von Geburt an ein höheres Risiko haben, an Krebs zu erkranken bzw. sich ein Tumor bilden kann. Allerdings ist nur bei wenigen Menschen die Disposition so stark, dass die Erkrankung nur aufgrund der Veranlagung zum Ausbruch kommt.
Alter:
Zwar können auch Kinder und Jugendliche Krebs bekommen – doch in 90 Prozent aller Fälle tritt die Krankheit jenseits der Lebensmitte auf. Das liegt daran, dass mit jedem Lebensjahrzehnt der Organismus störanfälliger wird und sich ein Tumor bilden kann. Er verliert die Fähigkeit, sich wechselnden Reizen anzupassen und Störungen aus eigener Kraft zu regulieren. Auch das Immunsystem zeigt im Alter zunehmend Schwächen, die Widerstandskräfte lassen nach und die Selbstheilungskräfte erlahmen und somit kann Krebs entstehen.
Bestimmte Umweltfaktoren:
Kanzerogene:
Kanzerogene sind Stoffe, die eine Zellteilung begünstigen können, alleinige Auslöser sind sie eher selten. Dazu gehören Insektizide und Pestizide, Benzoldämpfe, Nitrosamine sowie Aflatoxine aus verschimmelten Lebensmitteln. Eine weitere Gruppe sehr stark krebserzeugender Substanzen sind die so genannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Sie entstehen beispielsweise beim Rauchen, aber auch beim Heizen eines Ofens, beim Autofahren oder beim starken Erhitzen von Lebensmitteln.
Ernährung:
Viele Untersuchungen zeigen, dass eine falsche Ernährung zu 30 bis 50 Prozent an der Entstehung von Krebs beteiligt ist! So begünstigen Ballaststoffmangel und Überernährung die Entstehung von Krebs. Auf der anderen Seite deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass eine ausgewogene Kost, die reich an Obst und Gemüse und damit reich an Vitaminen und Ballaststoffen ist, das Krebsrisiko senkt.
Rauchen:
25 bis 30 Prozent aller Krebs-Todesfälle sind direkt auf das Rauchen zurückzuführen. Krebs kann an allen Stellen im Körper entstehen, die direkt mit dem eingeatmeten Rauch in Kontakt kommen: Mundhöhle, Kehlkopf, Lunge und Speiseröhre. Hier gehen 90 Prozent aller Krebsfälle auf das Konto des Tabaks. Aber auch andere Organe entwickeln bei Rauchern öfter Krebs, was auf die Verteilung der krebserregenden Inhaltsstoffe mit dem Blutstrom zurückzuführen ist.
Viren und Bakterien:
Die Beteiligung von Viren und Bakterien als Auslöser betrifft vor allem Tumoren im Mund- und Rachenbereich sowie der Leber. Leberkrebs kann beispielsweise durch Hepatitis-Erreger ausgelöst werden.
Strahlen:
Energiereiche Strahlen können im Gegensatz zu anderen Risikofaktoren als Alleinverschulder eine Zellentartung verursachen, da sie direkt bis zum Zellkern vordringen. Schädlich sind grundsätzlich alle technischen Strahlen wie Röntgenstrahlen oder Strahlung aus Solarien.
Freie Radikale:
Freie Radikale entstehen bei allen Stoffwechselvorgängen. Sie breiten sich dann per Kettenreaktion im Körper aus. Bis zu einem gewissen Grad sind freie Radikale dem Menschen sogar nützlich: sie wehren Mikroorganismen ab und vernichten Fremdsubstanzen.
Doch die meisten Menschen haben mehr freie Radikale in ihrem Körper, als gesund ist. Dieses Überangebot wird vor allem durch Faktoren wie Ernährung, Rauchen und Umweltgifte begünstigt. Überschüssige freie Radikale zerstören wichtige Zellbausteine und die Erbsubstanz der Zelle und begünstigen so die Bildung von Krebszellen bzw. einem Tumor.
Psychischer Stress:
Eine Forschungsrichtung, die „Psychoonkologie“ beweist, was wir alle eigentlich schon wissen: Gefühle beeinflussen die Gesundheit. So hat beispielsweise ein amerikanischer Arzt aus Boston festgestellt, dass Männer mit Depressionen zweimal so häufig Krebs bekommen wie Männer, die keine Depressionen haben. Dennoch – und das gilt es festzuhalten – wird nicht jeder, der einen Verlust durchlebt oder eine belastende Veränderung in seinem Leben durchmacht, an Krebs erkranken. Die so genannte Krebspersönlichkeit gibt es nicht. Wenn aber Trauer und Stress sich hemmend auf das Immunsystem auswirken, so lässt sich das natürlich auch anders herum denken: positives Denken und Freude aktivieren die Abwehrkräfte des Körpers z. B. gegen Krebs.
Immunsystem und Krebs
Unser Immunsystem besteht aus rund einem Dutzend verschiedener Zelltypen, Hunderten von Botenstoffen, Erkennungsmerkmalen, mit dessen Hilfe sich die Immunzellen untereinander verständigen können, und zahlreichen Organen, die die Immunzellen stärken und unterstützen. Nur so können Fremdstoffe wie Antigene, Bakterien, Viren, Pilze, die unserem Körper bedrohlich werden können, abgewehrt und beseitigt werden. Fest steht: Ohne ein funktionsfähiges Immunsystem geht jeder lebende Organismus zu Grunde.
In unserem Organismus gibt es zahlreiche verschiedene Abwehrzellen oder Immunzellen, die nach unterschiedlichen Mechanismen arbeiten:
- Die so genannten T-Helfer-Lymphozyten finden und erkennen die fremde Stoffe (Antigene) und melden sie als Feinde.
- Andere Zellen greifen diese Feinde an, verändern seine Struktur und machen sie unschädlich, so dass sie phagozytieren, das heißt, gefressen werden können.
- Die Gedächtnis-Zellen, merken sich das „Aussehen“ der Antigene für eine Abwehrreaktion zu einem späteren Zeitpunkt.
- Die Unterdrücker/Supressor Zellen wachen darüber, dass kein körpereigenes Gewebe angegriffen oder angedaut wird.
All diese Zellen haben die Fähigkeit, auf einen durch Fremdkörper ausgelösten Reiz mit einer spezifischen Immunantwort zu reagieren. Sie haben eine immunologische Kompetenz.
Bei der Reaktion des Immunsystems unterscheidet man die unspezifische und die spezifische Immunabwehr. Bei der unspezifischen Immunabwehr beginnen im Blut gelöste Abwehrstoffe und die natürlichen Killer- und Fresszellen sofort, die Antigene (z. B. Viren, Bakterien, Pilze, Krebszellen) zu bekämpfen. Die natürlichen Killerzellen sind besonders bei der Abwehr von Tumorzellen wichtig. Bei der spezifischen Immunabwehr werden mit einigen Tagen Verzögerung Abwehrstoffe, so genannte Antikörper und -zellen gebildet, die nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip ganz genau zu dem entsprechenden Antigen, also dem Krankheitserreger oder der Tumorzelle, passen. Krebszellen zu entdecken ist für das Immunsystem keine leichte Aufgabe. Schließlich haben sich die Zellen aus gesunden, körpereigenen Zellen entwickelt, die natürlich nicht Ziel des Immunsystems sind. Krebszellen lösen auch keine Entzündungsreaktion aus, so dass das Immunsystem nicht in vollem Ausmaß agieren kann. Dadurch hat das Immunsystem eine schwierige Aufgabe zu lösen: Einerseits Krebszellen, die den körpereigenen Zellen sehr ähnlich sind, zu erkennen und zu bekämpfen, gleichzeitig aber keine gesunden Zellen zerstören.
TRADITIONELLE BEHANDLUNG
Operation
Den Chirurgen gebührt von allen drei Fachrichtungen der traditionellen Krebstherapie der Hauptanteil an den Heilungserfolgen. Wird der Krebs frühzeitig erkannt und ist der Patient in einem operablen Zustand, sollte die Operation die erste Wahl sein, sind doch mit dem heutigen Standard an Operationstechniken, selbst schwierigere Operationen selten ein Wagnis. Bei einem chirurgischen Eingriff werden alle sichtbaren Krebszellen aus dem Körper entfernt. Im Gegensatz zu früheren Behandlungen wird jedoch nicht mehr radikal operiert, z.B. bei der Abnahme der Brust (Mastektomie). Das bedeutet dass einerseits durch verbesserte medizinische Kenntnisse eine Operation für den Patienten weitaus weniger belastend ist als früher. Andererseits ist heute bekannt, dass zum Zeitpunkt der klinischen Krebsdiagnose in den meisten Fällen bereits manifeste und okkulte Metastasen vorhanden sind. Das Problem dabei ist die so genannte Mikrometastasierung. Dabei handelt es sich um Krebszellen, die sich in der unsichtbaren Phase befinden, und trotz hochqualifizierter Chirurgie und Diagnostik nicht zu erkennen sind. Viele dieser Mikrometastasen ziehen sich als Krebsstammzellen in das Knochenmark zurück und bleiben dort über Jahre als stumme Beobachter des Immunsystems. Falls durch innere und äußere Einflüsse das Immunsystem wieder geschwächt ist, begeben sich diese Zellen wiederum als Metastasen auf die Reise in den Körper.
Um die Heilungschancen nach einer Krebsoperation zu erhöhen, ist es wichtig, nachstehende Ratschläge ernst zu nehmen:
- Lassen Sie sich nach Diagnosestellung auf keinen Fall gleich am nächsten oder übernächsten Tag operieren. Der Tumor lebt schon mehrere Jahre unbemerkt im Körper, es kommt auf ein paar Tage meist nicht an. 2 bis 3 Wochen Aufbautherapie mit Mistel- und Thymusspritzen wären wünschenswert. Führen Sie diese Behandlung unbedingt nach der Operation weiter.
- Geben Sie sich vor einer Operation genügend Zeit, sich mit der Erkrankung und ihren Folgen auseinanderzusetzen. Die psychologische Verfassung spielt eine große Rolle bei der Heilung.
- Das Immunsystem reagiert sehr sensibel auf Stress und Panik. Verschaffen Sie sich innere Ruhe und Zuversicht.
Strahlentherapie gegen Krebs
Die Strahlentherapie ist ebenfalls ein weit verbreitetes Verfahren in der Behandlung bösartiger Krebserkrankungen. Zum Einsatz kommen dabei entweder ausschließlich oder in Kombination mit anderen Methoden energiereiche Formen der elektromagnetischen Strahlung oder Teilchenstrahlen. Im Gegensatz zur Chemotherapie, bei der das Medikament im ganzen Körper verteilt wird, sind die meisten Formen der Strahlentherapie örtlich begrenzt wirksam. Dadurch tritt eine therapeutische Wirkung nur in dem durchstrahlten Körperbereich auf. Begleitend können Bestrahlungen eine Operation wirkungsvoll ergänzen, verbliebene Tumorreste lassen sich so beseitigen oder verkleinern.
Bei einer Strahlentherapie wird ein Tumor durch die radioaktive Strahlung in seinem Wachstum behindert. Dabei wird darauf geachtet, dass die stärkste Wirkung der Strahlung im Bereich des Tumors erreicht wird, um das umgebende Gewebe zu schonen. Damit gesunde Körperzellen nicht zusammen mit den Tumorzellen zerstört werden, wird die direkte Umgebung rund um den Tumor mit so genannten Blenden abgedeckt. Bei anderen Formen der Behandlung wird eine kleine Strahlenquelle direkt in das betroffene Gebiet eingelegt. Diese Strahlen dringen nicht sehr tief ein und lassen gesundes Gewebe weit gehend verschont. Strahlen können auch getrunken werden. Die radioaktiven Substanzen reichern sich dann im Tumorgewebe an.
Problematisch bei der Strahlentherapie gegen Krebs sind die Nebenwirkungen. Die zwangsläufige Schädigung der Schleimhäute kann zu schmerzhaften Reizungen oder Entzündungen führen. Dadurch werden die Funktionen der Organe im Bestrahlungsbereich eingeschränkt. Je nach Krebsart kann es zu Durchfällen, Atemnot, Problemen beim Wasserlassen oder Schluckbeschwerden kommen. Weiterhin wird die Haut stark gereizt und das Immunsystem geschwächt. Bestrahlung ist auch nicht unbegrenzt anwendbar. Es gibt zum einen Arten von Krebszellen, die durch Bestrahlung nicht zerstört werden können. Zum anderen ist die Toleranz des gesunden Gewebes, was die Strahlendosis betrifft, nicht unbegrenzt.
Folgende Punkte sollten bei jeder Bestrahlung beachtet werden:
- Die Bestrahlung sollte sensibel durchgeführt werden.
- Das Abwehrsystem muss vor und nach jeder Bestrahlung gestärkt werden. Gut geeignet ist die Gabe von Mistelextrakten, Thymus, THX o.a.
- Nach jeder Bestrahlung sollte ein homöopathisches Mittel zur Ausleitung der Strahlen angewendet werden.
- Da die Darmflora durch die Strahlen stark geschädigt wird, sollte nach jeder Bestrahlung eine Darmsanierung stattfinden.
Chemotherapie gegen Krebs
Chemotherapie hat das Ziel, Krebszellen abzutöten, bzw. deren unkontrolliertes Wachstum unter Kontrolle zu bringen. Die meisten Chemotherapeutika (auch Zytostatika genannt) sind medizinische Substanzen pflanzlicher oder mikrobieller Herkunft, die eine sehr starke Wirkung auf zellulärer Ebene haben. Der Unterschied zur Operation oder Bestrahlung ist der, dass nicht ein eingegrenzter Bereich, sondern der ganze Körper erreicht wird.
Die Problematik bei einer Behandlung mit Zytostatika besteht darin, dass auch jene gesunden Zellen geschädigt werden, die sich ebenfalls häufig teilen. Dazu gehören die Schleimhäute und die Haarwurzeln. Besonders empfindlich reagiert das Knochenmark, in dem die Blut- und Abwehrzellen gebildet werden. Das kann zu schwerwiegenden Folgen führen:
Es werden nicht mehr ausreichend Abwehrzellen gebildet. Die körpereigene Abwehr erlahmt oder fällt ganz aus. Dadurch steigt die Anfälligkeit für Infektionen, Rezidiven oder Metastasen.
Durch den Abfall der Blutplättchen wird die Gerinnungsfähigkeit des Blutes vermindert. Blutungen in den Organen oder an der Haut sind die Folge.
Durch das Absinken der Anzahl roter Blutkörperchen, wird weniger Sauerstoff aus der Lunge durch den Körper transportiert. Atemnot, Müdigkeit und Erschöpfung können die Folge sein.
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Haarausfall, Appetitlosigkeit, chronische Organschäden und Entzündungen
Die Frage, die sich in Fachkreisen immer wieder stellt, lautet: Wirkt die Chemotherapie, ja oder nein? Tatsache ist, dass sie gerade bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen nach neueren Forschungen außer Qualen nicht viel bewirkt hat: So hat die Chemotherapie laut Aussage vieler Ärzte für das Überleben von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs nichts gebracht. Viele Forscher kritisieren auch, dass die Beweise für den tatsächlichen Nutzen der Chemotherapie fehlen.
Grund für die Erfolglosigkeit der Chemotherapie ist, dass sich die Tumorzellen in einer Geschwulst nicht alle gleichzeitig teilen. Zytostatika schädigen aber nur die in Teilung befindlichen Zellen. Zellen, die gerade ruhen, werden nicht betroffen. So bleiben bei jedem Therapiezyklus Krebszellen übrig, die zum Teil gegen die Zellgifte resistent geworden sind. Die Folge sind Mutationen und weitere Tumore können sich bilden.
Weiterhin reagieren Krebszellen auf Therapieversuche. Je spezifischer also die Substanzen wirken, umso spezifischer reagieren die Krebszellen. Das geht so weit, dass Krebszellen für sie unliebsame Substanzen gleich wieder aus der Zelle hinausschleusen. Die Folge: die Medikamente schädigen die normalen Zellen, die Krebszelle hingegen bleibt unberührt. Die Chemotherapie verpufft wirkungslos. Allerdings mit all den quälenden Nebenwirkungen.
NEUE THERAPIEFORMEN
Hyperthermie gegen Krebs
Erstmals erwähnt wurde die heilende Wirkung der Wärme bereits in den altägyptischen Hochkulturen (2400 v. Chr.), aber erst die Mediziner der griechischen Antike haben diesen therapeutischen Ansatz konsequent angewandt und benannt: Überwärmung (griech.: Hyperthermie). So war beispielsweise die künstliche Erzeugung von Fieber mit Hilfe pyrogener Stoffe bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten üblich. Und m Mittelalter wurden laut Überlieferungen Geschwülste der Haut mit glühendem Eisen verbrannt.
Seit langem ist auch bekannt, dass Tumorzellen stark hitzeempfindlich sind. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts versuchten Ärzte, sie mittels Überwärmung zu bekämpfen. Anfang der 1960er Jahre wurde diese bereits bekannte und angewandte Methode als Ganzkörperhyperthermie wieder entdeckt. Als Hyperthermie werden all jene Verfahren bezeichnet, bei denen die Überwärmung des Körpers oder des Tumorbereichs durch Mikro- oder Radiowellen, bzw. durch Infrarotstrahler von außen bewirkt wird.
Wirkungsweise der Hyperthermie bei Krebs
Bei der Hyperthermie wird das Tumorgewebe von außen überwärmt. Ziel der Behandlung ist es, durch Temperaturen oberhalb von 39,5°C Tumorzellen zu zerstören oder im Wachstum zu hemmen und gleichzeitig das gesunde Gewebe durch die Hitze nicht zu beeinträchtigen. Dabei soll die Überwärmung der Tumorzellen zu Sauerstoffmangel führen, so dass es zur Übersäuerung der aufgewärmten Zellen und zu einem Nährstoffmangel im Tumor kommt. So wiederum wird der Stoffwechsel der Zellen gestört, was zum Zelltod der Tumorzelle führen kann.
Ein weiteres Ziel der Hyperthermie kann sein, eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie in ihrer Wirksamkeit zu erhöhen. Durch die Hyperthermie kommt es an den Zellwänden zu Veränderungen durch so genannte Hitzeschockproteine. Die Krebszellen reagieren nun sehr viel wirksamer auf Zytostatika, Strahlen und Killerzellen des Immunsystems.
Bei sachgerechter Anwendung hat die Hyperthermie keine gravierenden Nebenwirkungen, es können zum Teil ähnliche Beschwerden wie bei Fieber auftreten. Folgende Verfahren wurden im Hyperthermie-Zentrum Hannover mit gutem Erfolg angewendet:
Ganzkörper-Hyperthermie bei Krebs
Hier wird mit Ausnahme des Kopfes der gesamte Körper überwärmt. Dabei erreicht die Körpertemperatur Werte zwischen 39,5°C und 40,5°C. Die Ganzkörper-Hyperthermie erleben die Patienten unserer Praxis in einer wohltuenden Umgebung. Während der gesamten Behandlung werden die Patienten rundum betreut und ihre Körperfunktionen überwacht. Es stehen stärkende ayurvedische Tees und ein kräftigender Naturtrunk zur Verfügung. Das gedämpfte Licht, entspannende Musik und die sanfte Farbgebung der Praxisräume tragen zur Entspannung bei. Weiterhin geben wir Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C, 25 g, das in dieser hohen Dosierung direkt zellschädigend auf Tumorzellen wirkt. Dazu Infusionen mit Mandelonitril (B17) und eine Spezialinfusion zur Regenerierung, Entgiftung und Ausleitung der entstandenen Schlackenstoffe.
Loko-regionale Tiefenhyperthermie bei Krebs
Bei der loko-regionalen Tiefenhyperthermie wird der Körper örtlich begrenzt überwärmt, das heißt, die Wärme wird nur regional auf das vom Tumor betroffene Gewebe oder Organ eingeleitet. Dabei wird die vom Tumor betroffene Körperregion durch zwei Applikatoren fixiert. Computergesteuert werden dann Kurz- oder Mikrowellen im Tumor, bzw. im Tumorbett gebündelt, und es erfolgt eine Erwärmung auf 42 Grad Celsius bis max. 44 Grad Celsius. Die Erhitzung des tumorösen Gewebes bis auf 44 Grad Celsius beeinflusst auch angrenzendes gesundes Gewebe. Dieses kann die Wärme jedoch leicht abführen, indem es die Durchblutung steigert, eine Fähigkeit, die das Tumorgewebe aufgrund seiner primitiven Blutversorgung nicht besitzt. Im Gegenteil: die gestörte Blutversorgung im Tumorgewebe führt zu einer unzureichenden Wärmeregulation und zu einem Hitzestau, wodurch es zu einer Unterversorgung der Tumorzellen mit Sauerstoff und zur Nährstoffverarmung im Tumor kommt.
In unserer Praxis findet die loko-regionale Tiefenhyperthermie in der gleichen wohltuenden Behandlungssituation wie die Ganzkörper-Hyperthermie statt.
Prostata-Hyperthermie bei Krebs
Das Leiden an der Prostata betrifft Männer in der Regel ab dem 60. Lebensjahr und beginnt schleichend. Häufiger nächtlicher Harndrang, ein unangenehmes Gefühl beim Wasserlassen oder ein schwächerer Harnstrahl als gewohnt, können schon erste Anzeichen für eine gutartige Vergrößerung der Prostata sein. Mit zunehmendem Alter steigt außerdem die Krebsgefahr. Gerade deshalb ist eine rechtzeitige Vorsorgeuntersuchung ausgesprochen wichtig. Denn je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser kann sie behandelt werden. Da jedoch chirurgische Eingriffe nicht selten mit schweren Risiken einhergehen, wurden in den vergangenen Jahren verschiedene nichtoperative Methoden entwickelt. Eine der erfolgreichsten ist hierbei die lokale, durch die Harnöhre geführte Hyperthermie, die so genannte transurethale Radiofrequenzhyperthermie (TURF). Sowohl gutartige Prostataerkrankungen wie die Prostataentzündung (Prostatitis) und die gutartige Prostatavergrößerung als auch der Prostatakrebs können mit dieser Methode erfolgreich behandelt werden.
Anwendung der Prostatahyperthermie
Das Hyperthermie-Zentrum Hannover gehört seit Jahren mit zu den profiliertesten Zentren für Hyperthermie – auch im Bereich von Prostataerkrankungen. In unserer Klinik verwenden wir für die TURF ein spezielles Gerät, das Radiofrequenzgerät PCT2000 der Firma Onco-Therm, bei dem zusätzlich zur Wärme ein elektrisches Feld aus Radiokurzwellen aufgebaut wird. Im Gegensatz zu den früher verwendeten Mikrowellen haben Radiokurzwellen eine größere Reichweite und wirken außerdem wesentlich weniger schädigend auf gesundes Gewebe. Bei der transurethalen Hyperthermie wird bei lokaler Betäubung durch die Harnröhre ein Katheter eingeführt, an dessen Ende eine Sonde befestigt ist. Diese Sonde fungiert als Sender. Die Empfänger der Steuersignale, die über Radiofrequenzen übertragen werden, sind an der Hüfte oder an den Oberschenkeln befestigt. Über die Sonde werden nun die elektrischen Wellen durch das Prostatagewebe gesendet, wo sie in Wärme umgewandelt werden. Die Sonde selbst bleibt kalt, so besteht keine Verletzungsgefahr der Harnröhre. Je dichter das Gewebe ist, desto mehr absorbiert es die Wellen und desto höher wird die Temperatur.
Die durch die elektrischen Wellen erzeugte Wärme schädigt das vergrößerte Gewebe der Prostata, das elektrische Feld agiert dabei als eine Art Alpha-Blocker, das bedeutet, es „depolarisiert“ die so genannten Alpharezeptoren, die sich an der Prostatamuskulatur befinden. Auf diese Weise wird die Muskulatur entspannt, der Harnfluss verbessert und die Prostata verkleinert. Die Therapie kann ambulant durchgeführt werden und ist völlig schmerzlos.
Vorteile der transurethalen Hyperthermie:
- Keine riskante Operation
- Keine Narkose
- Geringe finanzielle Belastung
- Keine Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz
- Keine Komplikationen
Aktive Fiebertherapie bei Krebs
Die Fiebertherapie ist nicht mit der Hyperthermie zu verwechseln. Während bei der Hyperthermie die Wärme von außen zugeführt wird, wird die Fiebertherapie durch körpereigene Reaktionen ausgelöst. Sie gilt daher als aktive Form der Hyperthermie. In die Tumorbehandlung wurde die Fiebertherapie vor etwa 100 Jahren von dem amerikanischen Arzt William Coley eingeführt. Die Fiebertherapie nimmt bedingt durch die Aktivierung des Immunsystems bezüglich der so genannten Escape-Phänomene einen wichtigen Platz ein. Von Escape-Phänomenen spricht man, wenn es Zellen gelingt, sich zu verstecken, unsichtbar zu machen oder Botenstoffe auszusenden, die das Immunsystem des Menschen unterdrücken. Gegen diese Escape-Phänomene kann die herkömmliche Medizin mit Strahlen- und Chemotherapie nicht sehr viel ausrichten. Die körpereigenen entarteten Zellen haben es nämlich geschafft, im Laufe der Behandlung auch gegen Strahlen- und Chemotherapie Abwehrmechanismen zu entwickeln. Das heißt, der Tumor wird als solcher nicht vom Immunsystem erkannt und wächst ohne Hemmungen munter vor sich hin.
Um dieses versteckte Wachstum zu verhindern, wird in unserer Praxis ein differenziertes Immunmonitoring durchgeführt, um Escape-Phänomene rechtzeitig zu erkennen. Als eine ausgesprochen wirkungsvolle Therapie gegen die Escape-Phänomene hat sich die aktive Fiebertherapie erwiesen. Diese verändert durch die hervorgerufenen Fieberstöße die Oberfläche der Krebszellen. Dadurch werden zahlreiche Botenstoffe aktiviert, die wiederum das Immunsystem anregen, die Krebszellen zu erkennen und zu vernichten. Ein weiteres Phänomen der Fiebertherapie ist es, dass Krebszellen dazu bewegt werden können, wieder gesunde Zellen zu werden und sich dem Bauplan des Körpers zu unterwerfen.
Galvanotherapie oder Elektrochemische Tumortherapie (ECT) bei Krebs
In der heutigen alternativen Krebstherapie findet eine Methode Verwendung, die bereits im 18. Jahrhundert von dem italienischen Biophysiker Luigi Galvani (1737 – 1798) entdeckt wurde. Galvani entdeckte einen Zusammenhang zwischen Muskelbewegungen und Strom und wandte schwachen Strom zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten an. Diese nach Galvano benannte Therapie wurde in den folgenden Jahrhunderten weiter perfektioniert. Sie findet in der Orthopädie und Neurologie breite Anwendung bei der Behandlung von Gelenkentzündungen und Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparats. In der Krebsbehandlung dagegen ist die Anwendung des galvanischen Stromes relativ neu. Als Elektro-Chemo-Therapie (ECT) benannte Behandlungsform wurde sie 1988 erfolgreich in China eingeführt. Aber auch in Deutschland, Österreich, Dänemark, USA, Italien und China wird die Therapiemethode mit Erfolg angewendet.
Grundlage der ECT sind neuere biophysikalische Erkenntnisse, nach denen im menschlichen Körper biologisch geschlossene elektrische Kreisströme existieren. Diese ergeben sich durch den Ionenaustausch zwischen den Zellen sowie zwischen dem Zellinnern und der Oberfläche der Zellmembran. Ist das biologische Gleichgewicht beeinträchtigt, führt dies auch zu Störungen im dazugehörigen elektromagnetischen Feld. Wenn die Zelle nicht richtig funktioniert, strahlt sie ein elektromagnetisches Feld aus, das vom gesunden Zustand abweicht. Es kommt zu einer Veränderung der Zellresonanz und zu einer Zerstörung des dynamischen Zustandes des Gewebes, bzw. zu einer Umpolung. Daraus resultiert die Enthemmung der elektrischen Blockierung der krebserzeugenden Informationen.
Die Behandlung bei Krebs
Bei der ECT wird der Tumor mit mehreren Nadeln punktiert, bzw. mit flachen Elektroden belegt. Lokal begrenzt fließt durch diese leichter Gleichstrom, das Tumorgewebe wird unter Strom gesetzt. Damit wird die höhere Leitfähigkeit der Tumorzellen ausgenutzt. Der durchfließende Gleichstrom verändert den pH-Wert der Zellen, ihre Membranen werden zerstört. Der Tumor stirbt ab. Sitzt der Krebstumor, wie bei Hautkrebs, an der Oberfläche, wird er vom Körper abgestoßen. Im Inneren des Körpers sorgen körpereigene Fresszellen für den Abtransport der abgestorbenen Zellen. Das Gute an dieser Form der Behandlung ist, dass die zellzerstörenden Effekte ausschließlich im Tumorgewebe wirken. Betroffene Organe, sowie das angrenzende Gewebe, werden nicht verletzt. Eine positive Nebenwirkung dieser Krebstherapie ist die Aktivierung des Immunsystems, da bei der Prozedur Tumorantigene freigesetzt werden. Diese Antigene locken weitere Immunzellen an, die den Abbau der Krebszellen weiter beschleunigen.
Besonders gut geeignet ist die ECT für bestimmteTumorarten, die nicht operabel sind.
Dazu gehören:
- Mammakarzinome
- Hautkarzinome (Basaliome, Spinaliome, Melanome...)
- Hautmetastasen
- Weichteiltumore
- Organmetastasen
Nicht behandelt werden können:
- Tumore und Metastasen an kritischen Körperteilen wie: Herz, Hirn, Auge, Knochen, Wirbel, Niere, Harnleiter- blase, Gebärmutter
- Leukämie, Morbus-Hodgkin
- Aktive Autoimmunkrankheiten, schwere, Herz-, Nierenkrankheit
- Schwangere sowie stillende Frauen, Kleinkinder
- Bei Patienten mit Herzschrittmacher ist ein Herzspezialist zu kontaktieren
Insulinpotenzierte Therapie (ITP) bei Krebs
Eine intelligente und deutlich schonendere Variante der „normalen“ Chemotherapie ist das Verfahren der Insulin Potenzierten Therapie (ITP). Dabei werden chemotherapeutische Substanzen mit Insulin kombiniert, das die Zellen öffnet. Das hat den Vorteil, dass etwa nur noch ein Fünftel der üblicherweise benutzten chemotherapeutischen Substanzen verwendet werden müssen, um einen ähnlichen Effekt wie bei der Chemotherapie zu erzielen. Entwickelt wurde dieses Verfahren von dem mexikanischen Militärarzt Donato Perez Garcia, der mittels Gabe von Insulin verschiedene Krankheiten, und ab 1930 auch Krebs erfolgreich behandelte.
Um das Verfahren der Insulinpotenzierten Therapie zu verstehen, ist es zunächst notwendig, die Wirkungsweise von Insulin zu begreifen.
Das körpereigene Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse hergestellt und ist verantwortlich für den Transport der Nährstoffe aus dem Blut in die Zelle. Insulin dockt an der Zelle an und öffnet diese, so dass die Nährstoffe hineingelangen können. Einer der Unterschiede zwischen normalen und Krebszellen besteht darin, dass Krebszellen wesentlich mehr Insulinrezeptoren, also Andockstellen für Insulin haben, als normale Zellen. Das bedeutet, dass Krebszellen um ein Vielfaches gefräßiger sind als normale Zellen. Werden dem Organismus Nährstoffe zugeführt, gelangen dieses nun vorrangig zu den Krebszellen, die sich gierig auf sie stürzen. Sie fressen dem Organismus also in zunehmendem Maße die Nährstoffe weg, was dazu führt, dass der Patient immer schwächer und kraftloser wird.
Die Behandlung mit IPT
Bei der IPT wird die Tatsache ausgenutzt, dass Krebszellen gefräßiger sind als Insulinrezeptoren. So sind bei Brustkrebs die Erfolgsaussichten besonders hoch, da Brustkrebszellen bis zu 20 mal mehr insulinempfindliche Rezeptoren haben, als normale Zellen. Zu Beginn der Behandlung wird der Blutzuckerspiegel durch die intravenöse Gabe von Insulin hinabgesenkt, das sich vermehrt an den Krebszellen ablagert. Dockt das Insulin nun an den Zellen an, glauben die Krebszellen, es sei „Essenszeit“ und werden sehr hungrig.
In diesem Zustand des kritiklosen Öffnens werden die Krebszellen nun mit gering dosierter Chemotherapie „gefüttert“. Auf diese Weise lässt sich der Nutzen der Chemotherapie erhöhen und zugleich der Schaden minimieren.
Im Anschluss an die Behandlung wird durch die Gabe von Glukose der Blutzuckerspiegel wieder angehoben.
Der Vorteil der ITP besteht darin, dass die Chemotherapeutika nicht wie bei der herkömmlichen Chemotherapie im ganzen Körper gestreut werden, sondern durch die Insulinwirkung wesentlich gezielter zu den Krebszellen gelangen. Es kommt zu geringeren bis keinen Schädigungen des Organismus und auch die Nebenwirkungen fallen wesentlich geringer aus, bzw. treten gar nicht auf. Ein weiterer Vorteil: Die IPT ist nicht an Chemotherapie gebunden. Es können auch andere, weniger giftige Substanzen verwendet werden, die aus dem Naturheilsektor stammen.
Die Bioresonanztherapie (BRT)
Bereits seit Mitte der 70er Jahre gibt es Belege dafür, dass biologische Informationen zwischen den Körpersystemen nicht nur "chemisch", also durch Neurotransmitter oder Hormone weitergegeben werden, sondern auch "physikalisch" mittels elektromagnetischer Schwingungen. Diese Schwingungen wiederum sind in der Lage, biochemische Prozesse zu aktivieren oder zu hemmen. Das bedeutet, dass unsere Körperzellen für jedes Organ charakteristische elektromagnetische Signale abgeben. Die einzelnen Schwingungen der Organe überlagern sich und bilden ein für den jeweiligen Menschen typisches Frequenzmuster. Jeder Mensch hat folglich ein ihm eigenes Schwingungsspektrum, das sich aus verschiedenen Schwingungsanteilen zusammensetzt. Diese Anteile können gesunder aber auch krankhafter Natur sein.
Die Bioresonanztherapie geht davon aus, dass der Beginn einer Krankheit in der Störung bestimmter Schwingungsfrequenzen im Körper liegt. Diese Störung besteht meist schon lange bevor biochemische Abweichungen gemessen werden, oder anatomische Veränderungen an Körperzellen sichtbar sind. Somit beruht die Bioresonanztherapie im Vergleich zur Schulmedizin auf einem grundsätzlich anderen Verständnis vom Organismus, ist sie doch der Auffassung, dass der Organismus durch energetische Zustände bestimmt ist, die auch nur auf diesem Wege sinnvoll beeinflusst werden können. Damit ist ein medizinischer Bogen geschlagen zwischen modernen (physikalischen) Theorien unserer westlichen Kultur und traditionellen, fernöstlichen Heilmethoden.
Diagnose und Therapieverfahren
Vor der Anwendung der Bioresonanztherapie legen wir Wert auf eine ausführliche Diagnose, z. B. mit dem VEGATEST (Elektroakupunktur). Dabei wird der Körper mit Hilfe einer Bioresonanzmessung über einen beliebigen Hautpunkt an der Hand mit verschiedenen Testsubstanzen in Verbindung gebracht. Die vom Testgerät angezeigten Messwertveränderungen ermöglichen konkrete diagnostische Aussagen über den Gesundheitszustand, die Funktionsfähigkeit der jeweiligen Organsysteme, die Versorgung des Organismus mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen, den Hormonhaushalt, den Stoffwechsel, Belastungen mit Toxinen und Krankheitserregern, Allergien und Unverträglichkeiten.
Bei der eigentlichen Behandlung wird der Patient mittels Elektroden an den Eingang des Bioresonanz-Gerätes angeschlossen, das hierüber die elektromagnetischen Felder des Körpers abgreift. So werden die empfangenen gesunden als auch krankhaften Schwingungen abgenommen und in das Bioresonanz-Gerät geleitet. Innerhalb des Gerätes werden dann die krankhaften Schwingungsanteile abgesondert, spiegelbildlich ins Gegenteil umgekehrt und elektronisch verstärkt dem Körper wieder zugeführt. Auf demselben Wege können gesunde Schwingungen des Patienten, nach ihrer Verstärkung durch das Gerät, wieder zum Körper geleitet werden.
Anwendungsgebiete
Einer der Schwerpunkte der Bioresonanztherapie ist die Beseitigung von Störfeldern und Blockaden, die den Energie- bzw. Informationsfluss im Körper verändern und damit mögliche Krankheitsauslöser sind. Oft handelt es sich dabei um Krankheitsbilder (z.B. Allergien, neurologische Störungen), die schulmedizinisch wenig erfolgreich oder gar nicht therapierbar sind, die aber durch Entstörung dauerhaft beseitigt werden können.
Es ist Störfeldern leider meist eigen, dass sie am Ort der Störung selbst nicht bemerkt werden. Daher werden sie oft mit dem Tumorleiden nicht in Zusammenhang gebracht. Störherde lösen eine lokale Entzündung aus, die sich im Immunsystem wie ein „Zweifrontenkrieg“ auswirkt. Die weißen Blutkörperchen werden zur Abwehr gegen den Störherd gebraucht, und stehen für die Krebsabwehr nicht mehr zur Verfügung. Deshalb legen wir in unserem Hyperthermie-Zentrum großen Wert auf die Erkennung und Sanierung solcher Herde, insbesondere, wenn sie auf den Meridian des entsprechenden Krebsorgans liegen.
Die Bioresonanztherapie wird hauptsächlich in folgenden Krankheitsbereichen eingesetzt:
Allergien (Nahrungsmittelallergien, wie z.B. Kuhmilch-Allergie, Weizen-Allergie, Zucker-Unverträglichkeit)
Atemwegserkrankungen
Erkrankungen des Lymphsystems
Frauenleiden
Herz- und Kreislauferkrankungen
Immunschwäche und Infekte
Magen- und Darmerkrankungen
Migräne
Neurodermitis atopica
Nierenleiden
Schlafstörungen.
Schmerzzustände aller Art
Rheuma
Zahnerkrankungen
Die Orthomolekulare Medizin
Das Therapieprinzip der Orthomolekularen Ernährung beruht auf der Erkenntnis, dass der menschliche Körper für ein gesundes, reibungsloses Funktionieren aller Organe über 40 Vitalstoffe benötigt. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren. Grundgedanke der Behandlung ist, dass ein Ungleichgewicht in der Versorgung des Organismus mit essentiellen Nährstoffen den Körper anfällig für Krankheiten macht und bei bereits Kranken die Heilungskräfte schwächt. „Ortho“ kommt aus dem griechischen und bedeutet „richtig, gut“. „Molekular“ nennt man den „Baustein von Substanzen“. Gemeint sind damit Nahrungsbestandteile, von denen wir heute wissen, dass sie gesund erhalten, oder sogar heilen können.
Die Erfahrungen mit der orthomolekularen Medizin und ihren Medikamenten haben in den vergangenen Jahren zu sehr positiven Resultaten geführt, insbesondere bei chronischen Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus, Krebs und Rheuma.
Bei einer Behandlung stehen drei wesentliche Zielsetzungen im Vordergrund:
- Ausgleich von Nährstoffdefiziten
- Individuelle Gesundheitsoptimierung
- Hochdosierter Einsatz mit pharmakologischer Wirkung
Viele Nahrungsergänzungsmittel dienen dem Körper auch als Antioxidantien.
Das sind natürliche Substanzen, die dem Körper Elektronen zuführen und so zu einer Verbesserung der Funktion der Zellmembranen führen. Dadurch wird die Zellvitalität und die natürliche Fähigkeit der Entgiftung gesteigert. Auch freie Radikale werden besser entfernt.
Freie Radikale bilden sich vermehrt durch Fehlernährung, Umwelteinflüsse, seelischen Stress, ein Übermaß an Antibiotika, Chemotherapie und Bestrahlung. Grundsätzlich hat der Körper ein Enzymsystem, das in der Lage ist, freie Radikale abzubauen. Aber unter den genannten Umständen versagt dieses Enzymsystem und die freien Radikale können sich frei im Körper bewegen. Hier bietet die orthomolekulare Medizin eine gesunde Möglichkeit, das körpereigene System zu unterstützen und die freien Radikale zu eliminieren. Aus der Vielzahl der Medikamente, die wir in unserem Zentrum im Rahmen der biologischen Krebstherapie verwenden, finden Sie im folgenden Überblick diejenigen, mit denen wir in der Hauptsache arbeiten:
SelenIn den letzten Jahren haben Wissenschaftler und Ärzte immer neue Wirkungen entdeckt, die dafür sprechen, diese Substanz bei Krebspatienten einzusetzen. Selen schützt vor den Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie, es hemmt das Fortschreiten der Erkrankung, aktiviert die Abwehrzellen, erhöht das Allgemeinbefinden und trägt zu einer besseren Lebensqualität bei.
CurcuminCurcumin, auch Gelbwurz genannt, hat neben seinen bekannten anti-entzündlichen Eigenschaften auch ein großes Wirkspektrum in der Krebstherapie. Es gilt in Fachkreisen derzeit als das potenteste pflanzliche Anti-Krebsmittel.
Das natürliche Curcumin schützt die normalen Zellen wirkungsvoll vor Entartung, verhindert die Proliferation von Tumorzellen und blockiert die Metastasenbildung. Auch die Wiedergewinnung der Apoptosefähigheit der Zelle wird durch Curcumin enorm begünstigt.
QuercetinQuercetin ist ein antioxidatives Flavonol und Phyto-Östrogen aus der Gruppe der Polyphenole. Es ist das bislang am besten untersuchte Hauptflavonid in der menschlichen Nahrung. Erkenntnisse aus aktuellen klinischen Studien weisen dem Quercetin eine hohe antitumoröse Wirkung nach, weiterhin auch sehr große immunologische Qualitäten.
BromelainBromelain ist ein wichtiger Aktivator in der Therapie, Krebszellen in eine gesunde Phase zu überführen. Das Enzym aus der Ananas stärkt darüber hinaus deutlich die Abwehrleistung der Monozyten, welche die Tumorzellen vernichten.
Vitamin C – TherapieVitamin C hat außergewöhnliche antioxidative Eigenschaften, die den Körper vor freien Radikalen schützen, ebenso vor karzinogenen und mutagenen Stoffen. Vitamin C hat tumorzytotoxische Eigenschaften, steigert die zelluläre und die humorale Immunantwort, ist essentiell für die Stabilität des Bindegewebes, verbessert die Wundheilung und ist erforderlich für die Carnitin-Synthese und somit für die Energieversorgung des Organismus.
Thymus- und spezifische Frischzellpeptide in der Krebsbehandlung
Als hochwirksame Schutzsubstanzen begleitend zu Hyperthermie und Insulin- Potenzierte Chemotherapie, haben sich in den letzten Jahren so genannte Organtherapeutika erwiesen. Dabei kommt den Peptidpräparationen aus der Thymusdrüse und der Milz besondere Bedeutung zu.
Die Thymusdrüse regelt viele Körperfunktionen und ist für unsere Immunabwehr sehr wichtig.
Genau genommen ist sie eines der wichtigsten Organe der Immunabwehr, da sie dem Körper Waffen im Kampf gegen Infektionen liefert. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, die weißen Blutkörperchen in so genannte „T-Zellen“ umzuwandeln, die wiederum den Körper gegen eingedrungene Krankheits-Erreger verteidigen. Auch bei der Bekämpfung des Krebses spielt die Drüse eine wichtige Rolle. Ihre eiweißartigen Botenstoffe können die Fresszellen dazu anregen, Krebszellen anzugreifen und dann zu vernichten.
Wie die Thymusdrüse ist auch die Milz ein wichtiges Abwehrorgan des Körpers. Sie filtert defekte Zellen aus, in ihr werden die B-Zellen für spezielle Abwehraufgaben geprägt. Sie werden von T-Lymphozyten angeregt, Antikörper gegen Schadstoffe zu bilden. Auf diese Weise werden Überreaktionen des Abwehrsystems gebremst und allergische Reaktionen verringert.
Der Einsatz von Thymus und Milzpeptiden in der Krebsbehandlung
In unserem Hyperthermie-Zentrum verwenden wir seit vielen Jahren selbst hergestellte Thymus-, Milz-, Lunge-, Mesenchym- (aus Nabelschnur) und Leberfrischzellpeptide in der Therapie der verschiedenen Krebserkrankungen.
Folgendes lässt sich nach eigenen Therapieerfahrungen sagen:
- Schädigungen des Blutbildes und eine Schwächung des Immunsystems durch Chemo- oder Strahlentherapie werden vermindert. Die Anfälligkeit für Infektionen sinkt.
- Metastasenbildung kann bei frühzeitigem Einsatz verzögert oder sogar verhindert werden.
- Die Lebensqualität wird verbessert.
Die Misteltherapie
Die Mistelpflanze hat eine lange Tradition als Heil- und Ritualpflanze. Sie war unverzichtbarer Bestandteil vieler Heiltränke und medizinischer Anwendungen. Die therapeutische Idee, Mistel bei Tumoren einzusetzen, geht jedoch auf den Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, zurück, der aus der Betrachtung der Mistel, ihres Verhaltens und ihres Umfeldes zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf eine spezifische Wirkung gegen Geschwülste schloss.
Heute, zwanzig Jahre nach ihrem ersten Einsatz in der Krebstherapie, kann die Mistel im Rahmen der anthroposophischen Medizin, als wohl eine der bestuntersuchten Heilpflanzen bezeichnet werden.
Die in der Mistel enthaltenen Substanzen gelten heute als weit gehend identifiziert. Es handelt sich im Wesentlichen um pflanzliche Proteine, die sowohl eine krebshemmende Wirkung gegenüber Tumorzellen aufweisen, als auch die Stimulation spezifischer Abwehrzellgruppen verstärken.
Seit etwa 15 Jahren konzentriert sich die Forschung dabei zunehmend auf das Mistellektin. Dem entsprechend kann die Misteltherapie von Seiten ihrer Anwendungsgrundlage heute in zwei Richtungen unterschieden werden:
1. Die eher schematisierte lektinoptimierte Misteltherapie. Diese geht davon aus, dass das Mistellektin I der wesentlich onkologisch wirksame Bestandteil ist, und in einer Dosierung von 1 Nanogramm Lektin pro Kilogramm Körpergewicht die optimale Dosierung in der Krebstherapie darstellt.
2. Die Wirtsbaum bezogene Applikation von Gesamtpflanzenauszügen. Hierbei wird der individuellen Auswahl des Gesamtauszuges unter strenger Beobachtung der Körpertemperaturentwicklung und des subjektiven Befindens des jeweiligen Patienten der Vorzug geben.
Unsere eigenen praktischen Erfahrungen zeigen, dass den Gesamtpflanzenauszügen mit Beachtung der Wirtsbaumspezifität der Vorrang in der Behandlung bestehender Tumoren gegeben werden kann. Offenbar zeigen diese Präparate eher eine zytostatische Potenz, vor allem bei hochdosierter Anwendung.
Die Misteltherapie ist fraglos als sichere, nebenwirkungsarme und wirksame Behandlungsform in der Krebstherapie zu bezeichnen, so dass sie mit Erfolg neben allen anderen Verfahren in unserem Hyperthermiezentrum angewendet wird.
SELBSTHILFE
Die richtige Ernährung bei Krebs
Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht heute davon aus, dass in den westlichen Ländern rund 30 Prozent aller Krebsfälle auf ungünstige Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zurückzuführen sind. Dieser enorm hohe Prozentsatz mag zunächst überraschen. Dennoch zeigen immer mehr Studien, dass Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten reale Auswirkungen auf das Risiko haben, an einer ganzen Reihe von Krebsarten zu erkranken.
So ergab beispielsweise eine amerikanische Untersuchung, dass die wichtigste Einzelursache für Krebs in der Zubereitung der Nahrung liegt. Auf Gepökeltes, Geräuchertes, Gegrilltes und fettreiche Mahlzeiten entfallen demnach 35 Prozent der Krebssterbefälle. Weiterhin hat sich gezeigt, dass Magen-, Dickdarm-, Lungen-, Brust- und Prostatakrebs deutlich seltener bei Menschen auftreten, die regelmäßig ausreichend Obst und Gemüse essen.
Obst und Gemüse sind mehr als nur Vitamine
Unter ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten werden die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, im Allgemeinen in zwei Kategorien unterteilt: Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett) und Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe).
Dieses Bild ist jedoch unvollständig, denn Obst und Gemüse enthalten noch beachtliche Mengen einer anderen Klasse von Molekülen, die sich nicht in diese Kategorien eingliedern lassen: die so genannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffe. Nach neueren Forschungen scheint es immer gewisser, dass die Schutzwirkung von Obst und Gemüse gegen Krebs vor allem auf ihren Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen zurück zu führen ist.
Unter phytochemischen Verbindungen oder sekundären Pflanzeninhaltsstoffen versteht man jene Moleküle, die es Pflanzen ermöglichen, sich vor Infektionen und Schäden zu schützen, die von Mikroorganismen, Insekten oder anderen Räubern verursacht werden.
Das für die Krebsforschung Interessante ist nun, dass sich die Schutzwirkung der verschiedenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe nicht nur auf die Pflanzengesundheit beschränkt. Diese Moleküle spielen auch eine Hauptrolle in unserem Abwehrsystem im Kampf gegen den Krebs. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Vielzahl von ihnen Prozesse beeinflussen, die bei der Entwicklung von Krebs eine Rolle spielen.
Sekundäre Pflanzenstoffe sind meist auf mehreren Ebenen wirksam. So verhindern bestimmte Inhaltsstoffe die Aktivierung krebserregender Substanzen. Andere wiederum hindern den Tumor am Wachsen, indem sie die Tumorzellen direkt zerstören, oder indem sie die Bildung neuer Blutgefäße bekämpfen, die für das Fortschreiten von Krebs unabdingbar sind. Mit der richtigen Ernährung kann es also möglich sein, einen Tumor bereits in einem niedrigen Entwicklungsstadium in seinem Wachstum zu hemmen und für den Organismus unschädlich zu machen.
Kohl
Studien haben gezeigt, dass ein erhöhter Verzehr von Kohl pro Woche (4 bis 5mal) das Risiko mindert, an Blasenkrebs oder Brustkrebs zu erkranken. Die in Kohlsorten enthaltenen Indole haben weiterhin eine Entgiftungsfunktion und bauen krebsfördernde Substanzen ab.
Außerdem hat sich bei Prostatakrebs gezeigt, dass der Verzehr größerer Portionen Broccoli in Verbindung mit Tomaten eine vorbeugende Wirkung hat. Broccoli und Tomaten sollten daher regelmäßig auf dem Mittagstisch stehen. Damit Kohlgemüse seine volle Krebs hemmende Wirkung entfalten kann, sollte es nur kurz gekocht und gut gekaut werden.
Knoblauch
Wissenschaftler haben festgestellt, dass die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe von Gemüse aus der Knoblauchfamilie (Zwiebeln, Lauch, Schalotten, Lauchzwiebeln) die Fähigkeit haben, das Auftreten oder die Progression bestimmter Krebsarten, vor allem Magen- und Speiseröhrenkrebs, zu verhindern. Laut wissenschaftlicher Studien hemmen Knoblauch und seine Verwandten die Entwicklung von Krebs einerseits durch ihre Schutzwirkung bei Schäden, die durch karzinogene Substanzen hervorgerufen wurden, andererseits durch ihre Fähigkeit, Krebszellen am Wachstum zu hindern. Zur Krebsvorbeugung eignet sich frisch zerdrückter Knoblauch am besten.
Soja
Vieles deutet darauf hin, dass die Inhaltsstoffe der Sojabohne wirksam gegen Krebs sind. So haben Wissenschaftler festgestellt, dass in asiatischen Ländern, in denen Sojaprodukte Bestandteil der täglichen Ernährung sind, die Krebsrate weit unter der der westlichen Staaten liegt. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte auch ein Zusammenhang zwischen vermehrtem Sojakonsum und verringertem Krebs Risiko nachgewiesen werden. Dies trifft vor allem auf hormonbedingte Erkrankungen wie Prostata - und Brustkrebs zu.
Kurkuma
Kurkuma ist ein leuchtend gelbes Pulver, das aus der Pflanze Curcuma longa gewonnen wird, die hauptsächlich in Indien und Indonesien wächst. In der arjuvedischen Medizin gilt Kurkuma als Nahrungsmittel mit reinigenden Eigenschaften für den Körper. Studien haben gezeigt, dass das in Kurkuma enthaltene Curcumin bei der Prävention und Behandlung mehrerer Krebsarten, wie Magen-, Darm-, Dickdarm-, Haut- und Leberkrebs nützlich sein kann, sowohl in der Anfangsphase des Krebses als auch in der Metastasierung.
Die tägliche Zugabe eines Teelöffels Kurkuma zu Suppen, Salatsoßen, und Nudelgerichten stellt somit eine einfache Methode dar, eine effektive Krebstherapie zu potenzieren.
Grüner Tee
Die gesundheitlichen Wirkungen von Tee sind schon lange bekannt: Die Gerbstoffe beruhigen Magen und Darm, dank seines antibakteriellen Effekts verhindert grüner Tee Karies, außerdem reguliert er den Blutdruck. Neben verschiedenen Vitaminen und Mineralien enthält grüner Tee weitere wichtige Inhaltsstoffe (z.B. Catechine) die für den Abbau giftiger, krebserregender Substanzen zuständig sind. Weitere Moleküle haben eine sehr starke Blockadewirkung gegen die Neubildung von Blutgefässen.
Um einen maximalen Schutzeffekt zu erzielen, sollten Sie immer frisch gebrühten Tee aus biologischem Anbau trinken.
Tomaten
Der Hauptwirkstoff im Saft der Tomaten ist das Lycopin, ein Carotinoid, das vor allem in reifen Tomaten enthalten ist und ihnen ihre kräftige rote Farbe verleiht. Lycopin kann nicht vom Körper gebildet werden und muss deshalb regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Es schützt die Außenwand der Körperzellen, aber auch Substanzen in der Zelle, die so genannten Organellen. Damit werden die Zellen stark gegen Bakterien, Pilze, Viren, Umweltgifte und auch gegen Krebsgefahr: Werden nämlich Krebs erregende Stoffe über die Nahrung aufgenommen, werden sie vom Lycopin der Tomaten neutralisiert und entschärft. So belegen Studien, dass Länder mit hohem Tomatenkonsum deutlich niedrigere Prostatakrebsraten haben.
Granatapfel
Eine internationale Studie ergab, dass bestimmte Polyphenole im Granatapfel Brustkrebs vorbeugen und die Therapie von Brustkrebs unterstützen können. Weiterhin zeigte sich bei Prostatakrebs-Patienten unter anderem eine Vervierfachung der Zeit, bevor der PSA-Wert wieder anstieg. Wenn der Granatapfelsaft einem speziellen Fermentierungsprozess unterzogen wird, wächst seine antioxidative und gegen Krebs wirkende Potenz. Fermentierter Granatapfelextrakt verhindert somit effektiv die Neubildung von Tumorgefäßen und entzieht damit den Tumorzellen die Nahrungsgrundlage.
Rotwein
Unter den hunderten von Polyphenolen, die in Rotwein vorkommen, steht augenblicklich das Resveratrol als möglicher Hauptverantwortlicher für die gesundheitsfördernde Wirkung eines moderaten Weingenusses im Mittelpunkt des Interesses. Die Krebs hemmende Eigenschaft von Resveratrol besteht darin, dass es wesentliche Prozesse der Tumorentwicklung und Metastasierung entscheidend verhindern kann. Alle bisherigen Untersuchungen deuten darauf hin, dass Resveratrol sehr schnell vom Körper aufgenommen wird, d.h., dass das Molekül schnell in den Blutkreislauf und so auf die Zellen einwirken kann. Eine neuere Studie zu Prostatakrebs deutet außerdem darauf hin, dass ein Glas Wein pro Tag das Risiko einer Krebserkrankung um 40 Prozent reduziert.
Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Johanna Budwig
Die approbierte Apothekerin Johanna Budwig (1908 – 2003) entwickelte die so genannte Öl-Eiweiß-Diät, die sich für einen gewissen Zeitraum bewährt hat, bevor auf eine ausgewogene Vollwerternährung umgestellt werden sollte.
Das Wesentliche an der Öl-Eiweiß-Diät besteht darin, schwer verdauliche und schwer bekömmliche Fette in der Ernährung auszuschalten. An ihre Stelle treten leicht bekömmliche, ungesättigte Fette, die einen Hauptteil der Nahrung ausmachen sollen. Ungesättigte Fettsäuren dienen als Antioxidantien, da sie freie Radikale „entgiften“ können, ebenso als Baustoffe von Zell-Membranen. Dr. Budwig fand, dass im Leinöl die allerhöchste Rate an ungesättigten Fettsäuren vorhanden ist, insbesondere in der Linolensäure, die der Mensch nicht selbst produzieren kann und somit mit der Nahrung aufnehmen muss. Quark mit Leinöl bildet daher auch in vielerlei Variationen einen wesentlichen Anteil dieser energiereichen und sehr belebenden Nahrung.
In unserem Zentrum haben wir einen speziellen Speiseplan nach der Budwig-Diät zusammengestellt, an den Sie sich sechs Wochen lang halten sollten, bevor Sie Ihre Ernährung auf Vollwertkost umstellen.
10 Regeln für eine gesunde und ausgewogene Ernährung
- Essen Sie täglich frisches Obst, Gemüse und Getreideprodukte
- Verwenden Sie, wenn immer möglich, frische Nahrungsmittel
- Nehmen Sie ausreichend Ballaststoffe zu sich
- Vermeiden Sie, sehr fettreich zu essen
- Essen Sie wenig Zucker
- Bevorzugen Sie vegetarische Lebensmittel
- Essen Sie antioxidantienreiche Lebensmittel
- Gönnen Sie sich Zeit zum Zubereiten der Mahlzeiten
- Lernen Sie, essen neu zu genießen
- Essen Sie langsam und genussvoll
ENTGIFTUNG
Zur biologischen Krebstherapie gehört in erster Linie die Behandlung des beim krebskranken Patienten überlasteten Immunsystems. Ist das Immunsystem krank, kann kein gesundes und geordnetes Zellwachstum stattfinden. Durch falsche Ernährung und Lebensweise, ungenügende Zufuhr von Vitalstoffen, Belastungen mit Schwermetallen und anderen Toxinen, sowie durch die chronische Einwirkung von so genannten Störfeldern, kann diese wichtige Struktur ihre Funktionsfähigkeit verlieren.
Wie schon Hippokrates sind auch heute biologische Krebstherapeuten davon überzeugt, das man viele Krankheiten neben einer Ernährungsumstellung zusätzlich mit einer Entgiftung bessern oder sogar heilen kann. Die Selbstheilungskräfte des Immunsystems, welche beim Krebskranken meist schwer gestört sind, müssen wieder angeregt werden. Dies bedeutet insbesondere die Aktivierung der so genannten abwehrkompetenten Zellen, und immer auch die Wiederherstellung der Abwehrkraft des Darm- Immun- Systems. Untersuchungen der vergangenen Jahre beweisen, dass bei Krebskranken stets ungenügende Entgiftungsfunktionen und schwer wiegende Veränderungen des Darmes, bzw. seines Immunsystem, vorliegen.
Möglichkeiten der Entgiftung bestehen über
den Darm (Einläufe)
über die Leber (Einläufe und Leberwickel)
über die Niere (viel trinken, am besten stilles Wasser mit niedrigem Mineralgehalt, ebenso verdünnte Kräuter-, Obst- und Gemüsesäfte).
BEWEGUNG UND KREBS
Sport und Bewegung erhöhen nicht nur die allgemeine Fitness, sondern stärken auch die Abwehrmechanismen des Körpers gegen Krebszellen. Laut US-amerikanischen Studien gehen zum Beispiel 14 Prozent aller Dickdarmkrebserkrankungen auf das Konto körperlicher Inaktivität. Verschiedene Untersuchungen in Europa und den USA haben gezeigt, dass eine nachhaltige Veränderung des Lebensstils die Entstehung solcher Krebsformen vermindern kann. Bis zu 40 Prozent der Darmkrebsfälle können unter optimaler Nutzung der präventiven Möglichkeiten von Bewegung, Sport und gesunder Ernährung verhindert werden.
Aber auch für bereits erkrankte Patienten gilt eine möglichst frühe körperliche Mobilisierung. Mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen, wie etwa Einschränkungen der Beweglichkeit, können durch gezielte Übungen und Krankengymnastik vermindert oder ganz vermieden werden. Angepasstes Bewegungstraining verbessert die Erschöpfungszustände, die Kondition und auch die Beweglichkeit. Krebspatienten können so über eine weniger eingeschränkte körperliche Beweglichkeit auch ein Stück Alltagsleben und Zutrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers wiedergewinnen.
Mit dem Bewegungstraining sollte man so früh, wie es die Krankheit zulässt, beginnen. Es ist jedoch immer Vorsicht geboten. In bestimmten Phasen sollten Sie lieber keinen Sport treiben oder vorsichtshalber den behandelnden Arzt fragen:
- Während der Bestrahlung sollten Sie den Sport besser reduzieren oder gar keinen Sport treiben.
- Während einer Antibiotikabehandlung darf man keinen Sport treiben, weil dadurch das Immunsystem drastisch geschwächt wird und die Infektionsgefahr durch andere Erreger steigt.
- Treiben Sie auch keinen Sport, wenn Sie Fieber haben, oder Infekte anstehen.
Geeignete Sportarten
Grundsätzlich empfehlen wir dem Leistungsvermögen angepassten Ausdauersport wie Walken, Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Langlaufen. Auch Ballspiele in der Gruppe oder Tanzen sind möglich. Erlaubt ist alles, was Spaß und Freude macht. Wichtig ist, dass alles was Sie tun, spielerisch und ohne Leistungsdruck durchgeführt werden sollte. Das Gefühl, etwas geschafft zu haben, gibt neuen Lebensmut und neuen Auftrieb. Der Sport in einer Gruppe verstärkt diesen günstigen Effekt. Damit Sie sich hinsichtlich Ihrer sportlichen Betätigung etwas inspirieren lassen können, haben wir Ihnen hier ein paar Sportarten zusammengestellt, die Sie ohne Leistungsdruck und ganz nach Ihrem Fitness-Stand ausüben können.
Spazierengehen
Der einfachste und erste Schritt hin zu mehr Bewegung ist es, den Alltag bewegter zu gestalten. Forschungen belegen, dass etwa 10 000 Schritte pro Tag gesund wären. Viele Menschen schaffen allerdings meist nur 2000 bis 5000. Das ist definitiv zu wenig. Ein Schrittzähler kann Abhilfe schaffen. Der motiviert „Schrittpunkte“ zu sammeln und verhilft so zu mehr Bewegung.
Walking
Walking ist die perfekte Einsteigersportart. Allerdings hat „walking“, das englische Wort für „gehen“ nichts mit einem gemütlichen Spaziergang zu tun. Walking ist vielmehr schnelles, sportliches Gehen mit aktivem Armeinsatz. Gerade der Armeinsatz macht Walking zur idealen Sportart, die den gesamten Körper kräftigt.
Schwimmen
Schwimmen gehört mit zu den gesündesten Sportarten überhaupt! Durch den Auftrieb wird der Mensch weitestgehend von der Last der Schwerkraft befreit und fühlt sich angenehm leicht. Beim Schwimmen hat der Körper nur noch ein Siebtel des Gewichts, das er an Land hat. Diese schonende Art der Bewegung schadet den Gelenken nicht. Außerdem haben Untrainierte im Wasser einen großen Vorteil: Man kommt beim Schwimmen nicht so leicht aus der Puste. Ebenso werden beim Schwimmen so gut wie alle Muskelgruppen beansprucht, was den Körper gleichmäßig stärkt.
Radfahren
Radeln gehört mittlerweile zu den beliebtesten Sportarten, weil es neben dem Fitnessaspekt einfach auch ein herrliches Naturerlebnis ist. Dazu kommt: Radfahren ist ein Sport für jedes Lebensalter und macht besonders in der Gruppe Spaß. Es stärkt die Lungenfunktion, kräftigt das Herz und hat einen positiven Einfluss auf den Blutdruck, gerade bei Menschen die einen etwas niedrigen Blutdruck haben.
DIE PSYCHE STÄRKEN
Forscher sind sich mittlerweile einig: Körper und Seele bilden eine viel stärkere Einheit, als früher angenommen. Die Wissenschaft der Psychoneuroimmunologie untersucht, wie sich Immunsystem, Nervensystem und Psyche gegenseitig beeinflussen und miteinander kommunizieren. Sie belegt: Rebelliert die Seele, streikt früher oder später auch der Körper.
Vieles von dem, was wir über Stress und seinen Einfluss auf unser Wohlbefinden wissen, verdanken wir der bahnbrechenden Forschungstätigkeit von Hans Selye (1907-1982). Als Selye mit seinen Forschungen begann, hatte die Medizin noch nicht einmal eine Definition für jene allgemeine Anpassungsreaktion, die er beschrieb. Er entschied sich für das Wort „Stress“, um das Ausmaß des Verschleißes im Körper zu bezeichnen. Seine Theorie lautete, dass der Mensch für die Zeit seines Lebens über ein spezifisches Maß an Anpassungsenergie verfügt, die ihn befähigt, mit seiner Umgebung fertig zu werden. Er zeigt, dass es zu Schwierigkeiten führen kann, wenn der Mensch diese Energien, bedingt durch schwere Krankheiten, Leid und Entbehrungen oder zu viele Veränderungen in seinem Leben zu rasch verbraucht. In diesem Fall wird der Körper schließlich auch angesichts einer eher belanglosen Gefahr keinen Widerstand mehr leisten. Seine Widerstandskraft ist aufgebraucht, womit es leicht zum Versagen eines Organs oder zu einer Erkrankung wie Krebs kommen kann. Der Grund: Bei Ängsten und Stress sondern die Nervenzellen Stoffe ab, die das Immunsystem lähmen. Diese Botenstoffe erreichen nicht nur die Abwehrzellen im Gehirn, sondern überall im Körper. Das Problem ist, dass offensichtlich auch Krebszellen diese Signale empfangen. Doch bei ihnen wirken sie nicht lähmend, sondern im Gegenteil: Sie regen zum Wachstum an.
Im Gegensatz dazu belegen zahlreiche Studien, dass positive Gedanken, Freude und Lachen die Aktivitäten der Abwehrzellen erhöhen. Forscher haben herausgefunden, dass Krebspatienten, die von Psychologen intensiv betreut wurden, bereits nach wenigen Wochen weniger hilf- und hoffnungslos waren und besser mit ihrer Erkrankung fertig wurden, als andere Patienten. Sie litten außerdem weniger unter Depressionen und sogar die Zahl der Rückfälle war geringer.
Andersherum haben Menschen mit geringen sozialen Kontakten und einem unharmonischen Familienleben doppelt so viele Depressionen bekommen wie Leute mit vielen Freunden und einer intakten Familie.
Forscher sind sich daher einig, dass der Kranken dabei unterstützt werden muss, mit seinem negativen, ungesunden Denken aufzuhören und sich von zerstörerischen Emotionen zu befreien.
Genau hier setzt der amerikanische Psychoonkologe Dr. Carl Simonton an.
Ziel seiner Methode ist es, die Selbstheilungskräfte zu stärken und die Lebensqualität zu erhöhen. Zu diesem Zweck entwickelte Simonton die Technik der Imagination beziehungsweise Visualisierung. Dabei werden mit Hilfe der Vorstellungskraft körperliche Genesungsprozesse und Behandlungsmethoden in ihrer Wirkungsweise unterstützt.
Hilfen gegen die Angst
Das können Sie selbst tun, um Ihre Psyche zu stärken:
- Informieren Sie sich. Nichts schürt die Angst mehr, als Ungewissheit und Unkenntnis über eine Krankheit. Je mehr Sie selbst da Gefühl haben, die Krankheit im Griff zu haben, desto weniger fühlen Sie sich Ihrem Schicksal ausgeliefert.
- Sprechen Sie über Ihre Gefühle. Am besten mit guten Freunden, denen Sie vertrauen und die zu Ihnen stehen. Auch eine Selbsthilfegruppe ist hilfreich, weil Sie dort von anderen Betroffenen hören, wie diese mit der Krankheit umgehen.
- Tun Sie etwas. Geben Sie Ihre Arbeit oder Ihr Hobby nicht einfach auf, weil Sie denken, es hat sowieso keinen Sinn. Führen Sie Ihren Alltag soweit es geht weiter oder suchen Sie sich andere Betätigungen, die Sie erfüllen. Das Gefühl, gebraucht zu werden, gibt Kraft und Antrieb.
- Lenken Sie sich ab: Gönnen Sie sich eine Auszeit und tun Sie etwas, was Ihnen Spaß und Freude bringt. Wenn die schwarzen Gedanken immer wieder kommen, stoppen Sie sie, indem Sie ganz laut „Jetzt ist Schluss!“ rufen und dabei auf den Tisch hauen. Das hilft, um aus dem ewigen Kreislauf auszubrechen.
- Erfüllen Sie sich lang gehegte Wünsche. Resigniert zu sagen, dass sowieso alles zu spät ist, bringt nichts. Denn was die Seele beglückt, stärkt die Heilungskräfte.
- Denken Sie immer daran: Krebs ist eine Krankheit, die zunächst schockiert. Aber Krebs ist auch wie jede Krankheit eine Chance, das Leben neu zu gestalten.

