Prostatahyperthermie - Behandlung von Prostatakrebs mit Hyperthermie
Das Hyperthermie-Zentrum Hannover gehört seit Jahren mit zu den profilierten Zentren für Hyperthermie – auch im Bereich von Prostatakrebs und anderen Prostataerkrankungen.
Bei der Behandlung von Prostataerkrankungen und insbesondere bei Prostatakrebs hat sich in unserer Praxis die so genannte TURF (Transurethale Radio Frequenztherapie) als sehr erfolgreich erwiesen. Wir verwenden hierfür ein spezielles Gerät, das Radiofrequenzgerät PCT2000 der Firma Onco-Therm, bei dem zusätzlich zur Wärme ein elektrisches Feld aus Radiokurzwellen aufgebaut wird. Im Gegensatz zu den früher verwendeten Mikrowellen haben Radiokurzwellen eine größere Reichweite und wirken außerdem wesentlich weniger schädigend auf gesundes Gewebe. Bei der transurethalen Hyperthermie wird zur Bekämpfung des Prostatakrebses bei lokaler Betäubung durch die Harnröhre ein Katheter eingeführt, an dessen Ende eine Sonde befestigt ist. Diese Sonde fungiert als Sender, die Empfänger der Steuersignale, die über Radiofrequenzen übertragen werden, sind an der Hüfte oder an den Oberschenkeln befestigt. Über die Sonde werden nun die elektrischen Wellen durch das Prostatagewebe (Prostatakrebs) gesendet, wo sie in Wärme umgewandelt werden. Die Sonde selbst bleibt kalt, so besteht keine Verletzungsgefahr der Harnröhre. Je dichter das Gewebe (Prostatakrebs) ist, desto mehr absorbiert es die Wellen und desto höher wird die Temperatur. Die Temperaturen bei der transurethralen
Hyperthermie liegen bei etwa 48 bis 52 Grad Celsius, bei der gutartigen Prostatavergrößerungen sowie beim Prostatakrebs hat sich eine Temperatur von 49 Grad als sehr effektiv erwiesen. Die durch die elektrischen Wellen erzeugte Wärme schädigt das vergrößerte Gewebe der Prostata (Prostatakrebs), das elektrische Feld agiert dabei als eine Art Alpha-Blocker, das bedeutet, es „depolarisiert“ die so genannten Alpharezeptoren, die sich an der Prostatamuskulatur befinden. Auf diese Weise wird die Muskulatur entspannt, der Harnfluss verbessert und die Prostata (Prostatakrebs) verkleinert. Die Therapie kann ambulant durchgeführt werden und ist völlig schmerzlos. Eine Sitzung dauert je nach Schwere des Problems und Prostatakrebs zwischen 60 und 180 Minuten. Bei Prostatakrebs sind in der Regel 3 Sitzungen im Abstand von 1 Woche notwendig, um einen größtmöglichen Therapie-Erfolg zu ermöglichen. Optimal ist eine Weiterbehandlung mit der Loko-regionalen Tiefenhyperthermie einmal im Monat, um den Erfolg der Prostata-Hyperthermie bei Prostatakrebs noch zu verbessern.
Vorteile der transurethalen Hyperthermie bei Prostatakrebs auf einen Blick:
- Keine riskante Operation
- Keine Narkose
- Keine Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz
- Keine Komplikationen, keine Schmerzen